CARL SCHMITT: Carl Schmitt ist einer der bedeutendsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Eine große Auswahl seiner Bücher wird im Buchschrank "Carl Schmitt" des Verlags Antaios präsentiert.
Carl Schmitt
CARL SCHMITT: Carl Schmitt ist einer der bedeutendsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Eine große Auswahl seiner Bücher wird im Buchschrank "Carl Schmitt" des Verlags Antaios präsentiert.
Vier Tonbänder eines autobiographischen Gesprächs mit Schmitt (1971) liegen nun in Abschrift vor: eine mit künstlerischen Kalkül aufgebaute Selbstinszenierung, ein herausragendes Dokument - dazu klug kommentiert!
Erscheinen ungewiss! „Es ist das Fazit eines Streites, in welchem Heraklits ‚gegenstrebige Fügung’ den ‚okkasionellen Dezisionismus’ des politischen Theologen überlistet. Jenseits von Apologie und bloßer Destruktion, wird Taubes diesem Typus eines Dostojewskischen ‚Großinquisitors’ vielleicht auf eine ganz grundsätzliche Weise gerecht.“ (Christoph von Wolzogen, NZZ)
Schmitt wurde 1947 in Nürnberg vernommen. Quaritsch führt in die Situation ein ("Kriegsverbrecher oder Sachverständiger?") und dokumentiert Schmitts Antworten. Pflicht für Schmitt-Leser!
Carl Schmitt (1888-1985) war keineswegs der Theoretiker des "Krieges gegen den Terrorismus" und Vordenker der US-Neokonservativen, als der er seit dem 11. September 2001 vielfach mißverstanden wird. Im Gegenteil nahm sein Werk eine fundierte Kritik des amerikanischen Weltmachtstrebens um Jahrzehnte vorweg, wie Alain de Benoist in seinem Essay darlegt. Schmitts Lehre zeigt, so der französische Philosoph, daß auch Europa nicht länger in der alten Ordnung der Moderne verharren kann. Vielmehr erfordert das 21. Jahrhundert eine allgemeine Neuordnung der internationalen Beziehungen im Rahmen einer simplen Alternative: Unipolarität oder Multipolarität. Im Zeitalter asymmetrischer Kriege ist der große Staatsrechtler Carl Schmitt mit seiner präzisen Unterscheidung zwischen politischem Feind und Freund aktueller denn je.
Briefwechsel mit Journalisten, Publizisten und Verlegern aus den Jahren 1923 bis 1983. Hrsg., kommentiert und eingeleitet von Kai Burkhardt. In Zusammenarbeit mit Gerd Giesler und Stefan KringsDie Kategorie Öffentlichkeit ist im 21. Jahrhundert zu einem zentralen und kaum zu überschätzenden politischen Faktor geworden. Die theoretische Reflexion hat mit dem politischen und technologischen Wandel nicht Schritt gehalten. Die berühmten Leitbegriffe der Frankfurter Schule, in deren Mitte das Wort Öffentlichkeit endgültig zu einem positiv besetzten politischen Schlagwort wurde, können nur noch teilweise befriedigen und bedürfen heute einer kritischen Erweiterung.Der Briefband lädt dazu ein, die weitaus skeptischeren medientheoretischen Ansätze aus der Weimarer Republik neu zu entdecken und abgerissene Kontinuitätslinien wieder aufzunehmen. Im Mittelpunkt steht der Staatsrechtler Carl Schmitt, der nach Max Weber wohl einflussreichste deutsche Theoretiker des Politischen im 20. Jahrhundert. Kaum etwas hat Schmitt mehr beschäftigt als Macht und das Verhältnis zur Öffentlichkeit, denn er selbst hat sich in erster Linie als Lehrer und Publizist verstanden und sein gesamtes berufliches Leben danach ausgerichtet.Bedeutsam sind die dokumentierten Briefe in dreierlei Hinsicht. Erstens spiegeln sie eine Elitenkommunikation, die Schmitt über die Systemwechsel hinweg zwischen 1920 und 1980 mit herausragenden Journalisten und Verlegern seiner Zeit über die Phänomene Öffentlichkeit und Journalismus führte. Zweitens geben sie Zeugnis einer intellektuellen Topografie mit überlagerten Argumentationslinien, die nach 1945 nur indirekt als eine Art Geheimwissenschaft weitergegeben wurden. Drittens bieten sie einen Einblick in die Inszenierungs- und Öffentlichkeitsstrategie des Staatsrechtlers, mit der er seine Thesen und Ansätze verbreitete und die bis heute eine ausgewogene Bewertung des raffinierten Autors verstellt.Die Korrespondenz enthält Briefwechsel mit Ludwig Feuchtwanger, Paul Scheffer, Giselher Wirsing, Theodor Heuss, Ernst Jünger, Wilhelm Stapel, Margret Boveri, Karl Korn, Hans Paeschke, Rudolf Augstein, Rüdiger Altmann, Johannes Gross, Joachim Fest, Wolf Jobst Siedler und anderen.
Herausgegeben, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Helmut Quaritsch. Schmitt beendete dieses Rechtsgutachten im August 1945 - und prognostiziert anhand des Satzes "nulla poena sine lege" treffend Ansatz, Verlauf und Urteil der Nürnberger Prozesse.
Quellen zur Thematik der Friedenssicherung: von der Monroe-Doktrin über den Kellogg-Pakt bis zum Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund. "Mit einem unterdrückten Deutschland gibt es keinen dauernden Frieden. Deshalb sind die Texte, die den Kampf Deutschlands um seine Gleichberechtigung betreffen, von weltgeschichtlicher Bedeutung." (Carl Schmitt)
Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien.Schmitts berühmteste Schrift:Wer Freund und Feind nicht zu erkennen und zu unterscheiden weiß, kann keine Politik treiben.
Die vermeintlichen Vorzüge des Pluralismus werden in der öffentlichen Diskussion häufig betont; allerdings wissen die wenigsten, welcher konkrete politische Begriff sich hinter dieser Vokabel verbirgt. Tatsächlich geht es nicht um die – richtige – philosophische Feststellung, daß die Welt vielfältig, also plural ist und dies auch bleiben sollte. Im politikwissenschaftlichen Kontext ist vielmehr ein Staat pluralistisch, wenn seine Willensbildung beeinflußt – wenn nicht dirigiert – wird von dem Kampf und dem Kompromiß von wirtschaftlich-sozialen, im nichtstaatlichen Raum angesiedelten Mächten. Dieser verdeckte Kampf der Pressuregroups, denen eine demokratische Legitimation fehlt, läßt sich heute für den aufmerksamen Zeitgenossen auf nahezu allen Politikfeldern beobachten, so daß das Thema von hoher Aktualität ist. Es war Carl Schmitt, die paradigmatische Gestalt im deutschen Staatsrecht des 20. Jahrhunderts, der die von Harold Laski in England nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte Pluralismustheorie in den Jahren 1926–1934 einer ebenso gründlichen wie schillernden Kritik unterzog. In seiner Pluralismuskritik spiegeln sich die zentralen Schmitt’schen Positionen und Begriffe der 1920er und 1930er Jahre. Im Fortgang der Untersuchung schält sich die Analyse Carl Schmitts an der unsichtbaren Herrschaft der Verbände als ein zentrales Element seines Antiliberalismus heraus. Die vorliegende Arbeit, eine bei dem Hobbes-Forscher Bernard Willms (Die Deutsche Nation) entstandene Dissertation, arbeitet Begriff und Gestalt des Laski’schen Pluralismus heraus, um anschließend die Kritik Schmitts im einzelnen darzustellen und zu analysieren. Der Autor: Thor v. Waldstein wurde 1959 in Mannheim geboren. Von 1978 bis 1985 Studium der Rechtswissenschaft, Geschichte, Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie an den Universitäten München, Mannheim und Heidelberg. 1989 Promotion zum Dr. rer. soc. an der Ruhr-Universität Bochum mit der vorliegenden Arbeit. 1992 Promotion zum Dr. iur an der Universität Mannheim mit einer Arbeit aus dem Binnenschiffahrtsrecht. Seit 1989 als Rechtsanwalt in Mannheim tätig.
Wie muß ein Staat beschaffen sein und woher kommt seine Energie, wenn er antiliberal die Verfassung gegen die Wirtschaft verteidigen will?
Auch darin liegt eine Verwandschaft von Thomas Hobbes und Carl Schmitt: Der erste begründete die Theorie des neuzeitlichen Staates, der zweite stellte diesem den Totenschein aus. Die hier wieder vorgelegte Auseinandersetzung mit dem Hauptwerk des englischen Philosophen entstand 1937, auf dem Höhepunkt der Diktatur Hitlers und unter den Augen der Zensur. Der Zwang zur Vieldeutigkeit verbindet sich aber im "Leviathan" mit einer Lust des Autors am Verschlüsseln. Das Buch von der Krise des Staates in unserem Jahrhundert ist der rätselhafte Schlüssel zu Carl Schmitts Gesamtwerk.
Carl Schmitt skizzierte 1950 einen neuen stabilen Frieden und plädierte gegen den US-amerikanischen Imperialismus für ein Pluriversum - also für eine multipolare Weltordnung. Er leitete dabei die Rechtsordnung und die Raumordnung aus der Lage, dem Ort, der geopolitischen Konstellation ab.
Die Freundschaft zwischen Ernst Jünger und Carl Schmitt begann 1930 mit einem ersten brisanten Gespräch. Dabei ging es sogleich um das Erkennen der „Lage“ und um die anspruchsvolle moralische Entscheidung – für Jünger und Schmitt ein leitmotivisches Thema. Bald darauf hatten sie sich in einem stillen Bürgerkrieg zu bewähren, der verdeckt geführt wurde und quer zu den offiziellen Fronten verlief. Er wurde zur tödlichen Bedrohung und forderte Jüngers Sohn als Opfer. Die nach 1945 als „innere Emigration“ abgetane Distanz zum NS-Staat war hier mehr als ein bloßer Rückzug ins Private. Martin Tielkes gedanklich tiefgehender und philologisch sorgfältig gearbeiteter Essay ist unverzichtbar für jeden, der sich mit Ernst Jünger oder Carl Schmitt beschäftigt.
vergriffen! Dieses Buch aus der Feder Günter Maschkes erschien vor 25 Jahren, war rasch vergriffen und wurde zum unauffindbaren Objekt der Begierde der Leser Maschkes und Schmitts. Nun ist es in überarbeiteter, stark erweiterter Form wieder aufgelegt worden. "Der Tod des Carl Schmitt" ist eine Art Abrechnung Maschkes mit der seltsamen und der Bedeutung Schmitts spottenden Nekrologie auf diesen großen rechtsgelehrten und politischen Denker. Maschke selbst brach die Zusammenarbeit mit der FAZ ab, nachdem sein Nachruf auf Schmitt durch einen relativierenden Text aus der Feder Dolf Sternbergers gekonntert worden war. Und so ist "Der Tod des Carl Schmitt" ein einziges Zurechtrücken der Maßstäbe: hier Schmitt, über den Jahr für Jahr ein weiterer halber Meter Literatur erscheint; dort die Sekundär-Denker, die kübelweise Unrat ausschütten, um auf sich aufmerksam zu machen. Überarbeitet sind die Texte+ Carl Schmitt in Europa. Bemerkungen zur Diskussion anläßlich seines Hingangs , 7. April 1985+ Sankt Jürgen und der Triumphierende Drache. Zu Habermas' neuestem Angriff auf Carl Schmitt Neu aufgenommen sind die Texte+ Drei Motive im Anti-Liberalismus Carl Schmitts+ Der ent-konkretisierte Carl Schmitt und die Besetzung des Rheinlandssowie ein Interview mit Günter Maschke
Frühe Schrift (1914) über die Unvereinbarkeit von Recht und Macht und über das Individuum. 3. korr. Auflage
Von den Anfängen des modernen Souveränitätsgedankens bis zum proletarischen Klassenkampf Die Diktatur ist das Mittel, mit dem der Souverän die gestörte Rechtsordnung wiederherstellt - durch zeitweilige Suspendierung des Rechts. 8., korrigierte Aufl.. XXIII
Lieferbar! Die Entwicklung der modernen Massendemokratie hat die öffentliche Diskussion zu einer leeren Formalität gemacht. Nur 1926? Oder auch heute? Schmitts Unterscheidung von „Demokratie“ und „Parlamentarismus“, seine Herleitung der für eine Demokratie zwingend notwendigen Homogenität der Stimmberechtigten, seine Dekonstruktion Rousseaus – das alles löst den Nebel auf, durch den wir auf unsere heutige Situation blicken.
Das in fünf Auflagen erschienene bio-bibliographische Handbuch (ursprünglich Wissenschaftliche Buchgesellschaft) von Armin Mohler ist längst ein Klassiker und unverzichtbares Hilfsmittel für jeden, der sich mit der Geschichte der rechten und konservativen geistesgeschichtlichen Strömungen während der Weimarer Republik beschäftigt. Für die sechste Auflage wurde das Standardwerk von einem der profundesten Kenner der Materie, Karlheinz Weißmann, überarbeitet, und auf den Stand der neuesten wissenschaftlichen Forschung gebracht. Über 350 Personen werden in Kurzbiographie mit ausführlicher Bibliographie vorgestellt, darunter Carl Schmitt, Ernst Jünger, Oswald Spengler, Thomas Mann, Edgar Julius Jung, Ludwig Klages, Hans Zehrer und der Tat-Kreis, Othmar Spann, Hans Freier, Stefan George, Hermann Löns, Hugo von Hofmannsthal, Gottfried Benn, Martin Niemöller, Ernst Niekisch u. a.
Dritte, korrigierte Auflage. Carl Schmitt war ein Mann des polemischen Traktats, der Streitschrift, des Pamphlets. Zu seiner eigentlichen literarischen Form fand er in dem, was die Franzosen einen brûlot nennen: ein entflammbarer Text, ein Boot mit hochentzündlicher Fracht, dazu bestimmt, das Schiff des Gegners in Brand zu setzen. Ein solcher brûlot ist die Schrift über die »Tyrannei der Werte«. Der Titel enthält bereits die ganze These. Werte können dem Gemeinwesen und seinem Recht keinen festen Grund bieten, sie verschärfen vielmehr dessen Probleme. Gerade wenn man von ihnen erwartet, sie sollen Gemeinsamkeit stiften, wirken sie zerstörerisch. […] Der jungen Bundesrepublik, in der man sich nach der tiefen Verunsicherung durch Nationalsozialismus und Krieg gern und viel auf Werte berief, liest Carl Schmitt auf diese Weise die Leviten. So scheinbar klar seine zentrale These daherkommt, so rasch drängen sich dem Leser freilich grundsätzliche Fragen auf. Auf welcher Ebene bewegt sich Schmitts Argumentation eigentlich? Geht es um politische Philosophie, um allgemeine Ethik oder um Verfassungsrecht und Verfassungsgerichtsbarkeit? Schmitt selbst gibt einen Hinweis, wenn er »Überlegungen eines Juristen zur Wert-Philosophie« ankündigt. […] Sein Text wählt von vornherein eine schwierige Zwischenlage zwischen Philosophie und Jurisprudenz. Der Autor will Philosophen und Juristen etwas sagen, geht damit freilich auch das Risiko ein, beide zu enttäuschen.
Wo endet der Krieg wenn der Feind nicht mehr als Gegner, sondern als Krimineller bekämpft wird? In der Ausrottung? Der Umerziehung?
Erinnerungen und vor allem: Erfahrungen Schmitts aus der unmittelbaren Nachkriegszeit 1945 bis 1947 und die Anklage in Nürnberg.
"Im Gespräch spricht ein alter, erfahrener Mann mit einem unerfahrenen Studenten über das schwierige Problem der Macht - ein Problem, das noch schwieriger und geheimnisvoller geworden ist durch die ungeheure Steigerung der modernen Machtmittel."
Die Themen der drei ausführlichen Gespräche reichen von Schmitts Buch ‚Der Begriff des Politischen’ (mit der bekannten Freund – Feind Unterscheidung) bis zu seinem Buch über die ‚Theorie des Partisanen’. - Schmitt erzählt außerdem von seinen Begegnungen mit dem Dadaisten Hugo Ball, dem Dichter Theodor Däubler und Walter Benjamin.
Das Tagebuch »Glossarium« enthält die Gedankenwelt von einem guten Jahrzehnt des späten Carl Schmitt. Schon die erste Ausgabe von 1991 erregte große Aufmerksamkeit, allerdings blieb sie wegen zahlreicher Fehler und falscher Übertragungen aus der Handschrift unbefriedigend; vor allem war sie ein Torso, da sie nur die ersten drei Teile enthielt und die beiden letzten unberücksichtigt ließ. Die neue Ausgabe ist nicht nur eine korrigierte zweite Auflage, sondern ein komplett aus der Handschrift neu hergestellter Text aller fünf Teile des »Glossariums«, der knapp und zurückhaltend kommentiert wird. Entstanden in einer Zeit, die ihn aus der Lebensbahn eines bürgerlichen Gelehrten warf, nahm Carl Schmitt mit den Ressentiments, aber auch mit der Tocquevilleschen Hellsichtigkeit des Besiegten die neue Lage wahr. Gegen die Interpretation der Sieger, die die Niederlage als Befreiung deuteten, sprach Schmitt von »falscher Befreiung« und meinte, dass zwar der Sieger die Geschichte schreibt, aber der Gescheiterte der Gescheitere ist.
"Land und Meer" - die elementaren Gegebenheiten menschlichen Daseins und Handelns bestimmen Völkerrecht und Kriege. Die unterschiedlichen Auffassungen der Nationen und Staatsmänner von Politik, Krieg, Feindschaft, Recht und Humanität wurzeln im eigenen Verhältnis zum Raum. Was ist der "Nomos der Erde"? Gibt es die Chance für einen weltumspannenden Frieden? Eine glänzender Essay!
1932 bekämpfte Schmitt die Nationalsozialisten offen und versuchte, ihnen den Weg zur Macht zu verlegen: Seine Schrift "Legalität und Legitimität" ist die Frucht dieser Bemühungen, die ihn an die Seite des letzten Reichskanzlers der Weimarer Republik brachte: General von Schleicher versuchte, Strasser gegen Hitler auszuspielen und die NSDAP zu spalten. Die Nationalsozialisten haben Schmitt seinen "Kampf um Weimar" nie verziehen.
Auf einen Nenner gebracht: Es gibt die Politik und es gibt die romanitsche Auffassung von der Politik. Schmitts glasklare, schneidende Analyse.
Mit teils ätzender Sachlichkeit widerspricht Schmitt der Legende von der Erledigung jeder politischen Theologie.
Über die Souveränität und die Ignorierung des Ausnahmefalls in der Doktrin des liberalen Rechtsstaats - etwa der Bundesrepublik 2015!
Man muß Schmitt aus der geistigen Situation seiner Zeit verstehen und man versteht seine Zeit besser, wenn man ihn liest: Ohne die Erfahrung der Auflösung staatlicher Ordnung und des Zustands des Souveränitätsverlustes nach dem Ersten Weltkrieg kann man sein Ordnungsdenken und seine Verteidigung einer starken staatlichen Führung nicht würdigen. Die Lektüre seiner frühen Texte etwa über „Wesen und Werden des faschistischen Staates“ oder „Staatsethik und pluralistischer Staat“ sind lehrreich und wiederum klärend. Bestens geeignet dafür ist der Sammelband Positionen und Begriffe, in dem 36 Aufsätze aus den Jahren 1923-1939 versammelt sind, unter anderem auch der schwerwiegende „Der Führer schützt das Recht“ oder „Großraum gegen Universalismus“.
Ohne die Kenntnis der Leitbegriffe und Arkana Schmitts ist sein Werk und seine "vierfache Prägung" (Quaritsch) nicht verstehbar.Ein Zugang zu Schmitts Denken!
Arbeiten aus den Jahren 1916-1969. Hrsg., mit einem Vorwort und mit Anmerkungen versehen von Günter Maschke.Staat, Großraum, Nomos - das sind drei zentrale Themen Carl Schmitts, die in seinem Werk einander ablösen, wenn auch im Großraum der Staat aufgehoben ist und der neue Nomos der Erde auf Großräumen beruhen soll. Staat, Großraum und Nomos besitzen auch eine gemeinsame Aufgabe: sie sollen »aufhalten«. Der Staat hat der bedrohlichen Invasion der menschlichen Individualität zu widerstehen, die im Bürgerkrieg ihre politisch gefährlichste Ausprägung erreicht; der Großraum soll den Weg in einen universalistischen, den Zusammenhang von Ordnung und Ortung zerstörenden Nihilismus versperren; an dem noch zu findenden neuen Nomos der Erde, der sich aus einem Pluralismus voneinander abgegrenzter Großräume ergibt, soll das Projekt der Einheit der Welt scheitern, das, unter dem scheinbar menschenfreundlichen Motto »Pax et securitas«, nur ein anti-christliches Projekt sein kann. Auffallend ist dabei die stets nachlassende Randschärfe, die von Stufe zu Stufe geringere juristische Erfaßbarkeit dieser Schlüsselbegriffe, die bereits so die sich steigernde Unordnung und Verwirrung des XX. Jahrhunderts anzeigen, dem Schmitt sich zunächst mit fester Gewißheit, dann mit einer sich auf reale Entwicklungen stützenden Zuversicht und endlich nur noch mit einer Hoffnung konfrontierte. Der vorliegende Band sammelt wichtige, z.T. schwer erreichbare Texte Carl Schmitts, zu denen der Herausgeber bibliographische, ideen- und zeitgeschichtliche Erläuterungen und Hinweise beisteuerte. Die Sammlung zeigt, daß Schmitts Größe weniger in seinen Antworten als in seinen Fragen und Fragestellungen liegt, hinter die auch dann nicht zurückgegangen werden kann, wenn wir selbst die Antworten nicht besitzen. Der stille, kontemplative Carl Schmitt, der sein Wesen treffend beschrieb als »geräuschlos und nachgiebig wie ein stiller Fluß, wie die Mosel, tacito rumore Mosella«, ging nicht den ihm vorgezeichneten Fluchtweg in die Kultur und den Ästhetizismus, sondern stellte sich den »Res dura« des Politischen. Nicht zuletzt diese Spannung erklärt die Anregungsfülle und den intellektuellen Reiz der hier wieder vorgelegten Studien und Aufsätze, die auch die Krise der Gegenwart zu erhellen vermögen.
Der Sieg des Bürgers über den SoldatenHerausgegeben, mit einem Vorwort und mit Anmerkungen versehen von Günter Maschke..
Schmitts 1962 verfaßte, eigenständige Ergänzung zum Begriff des Politischen. Der Partisan als Figur des neuen Krieges - der heute "asymmetrisch" heißt.
Carl Schmitt gehört nach wie vor zu den anregendsten und zugleich umstrittensten politischen Denkern des 20. Jahrhunderts. In seiner Verfassungslehre formulierte er grundsätzliche, auch heute noch immer gültige Gedanken zu einem juristischen Kernthema - weshalb sich der Verlag zur neunten Auflage entschlossen hat. »Die vorliegende Arbeit ist weder ein Kommentar noch eine Reihe monographischer Einzelabhandlungen, sondern der Versuch eines Systems. In Deutschland liegen heute zur Weimarer Verfassung ausgezeichnete Kommentare und Monographien vor, deren hoher Wert in Theorie und Praxis anerkannt ist und keines Lobes mehr bedarf. Es ist aber notwendig, sich außerdem auch um den systematischen Aufbau einer Verfassungstheorie zu bemühen und das Gebiet der Verfassungslehre als besonderen Zweig der Lehre des öffentlichen Rechts zu behandeln.« Auszug aus Carl Schmitts Vorwort zur 1. Auflage 1928
Geopolitisch aktuell - ein Entwurf für eine multipolare Welt: Schmitt untersucht die Aspekte einer geopolitischen Großraumordnung und plädiert für ein Interventionsverbot raumfremder Mächte.
Geopolitisch aktuell - ein Entwurf für eine multipolare Welt. Der Staatsrechtler Carl Schmitt untersucht die Aspekte einer geopolitischen Großraumordnung und plädiert für ein Interventionsverbot raumfremder Mächte in die Gesetzmäßigkeiten von Regionen, die ihre Belnage und Gravitationszentren selbst ordnen sollten. Diese beiden Aspekte machen Schmitts Überlegungen aktuell und zur Grundlage einer stimmigen Deutung der us-amerikanischer Interventionspolitik unserer Tage.