Renovamen
Beflügelt vom Gedanken, daß das geschriebene Wort auch greifbar sein muß, hat der Renovamen Verlag es sich zur Aufgabe gemacht, längst vergessenen und nicht mehr beachteten Schriftstellern, Dichtern, Dramaturgen und Wissenschaftlern wieder eine Stimme zu verleihen. Frei nach dem lateinischen Wort für Erneuerung, renovamen erleben diese Autoren eine Renaissance. Deren Werke erhalten im Renovamen-Verlag in mühevoller Kleinarbeit ein neues Gewand und erscheinen in den verschiedenen Editionen.
Renovamen
Beflügelt vom Gedanken, daß das geschriebene Wort auch greifbar sein muß, hat der Renovamen Verlag es sich zur Aufgabe gemacht, längst vergessenen und nicht mehr beachteten Schriftstellern, Dichtern, Dramaturgen und Wissenschaftlern wieder eine Stimme zu verleihen. Frei nach dem lateinischen Wort für Erneuerung, renovamen erleben diese Autoren eine Renaissance. Deren Werke erhalten im Renovamen-Verlag in mühevoller Kleinarbeit ein neues Gewand und erscheinen in den verschiedenen Editionen.
Vierunddreißig bislang nicht als Buch editierte Texte Gerd-Klaus Kaltenbrunners (1939–2011) und neun Reprints belegen die unvergängliche Bedeutung unseres Kulturraumes. Während die frühen Schriften des Autors ihn als maßgeblichen Konservativen im deutschen Sprachgebiet ausweisen, zeigt sein Spätwerk das Christentum als eigentliches Vermächtnis unserer Heimat auf. An dem vorliegenden Band kommt niemand vorbei, der sich mit abendländischer Identität beschäftigt. Das eigentliche Vermächtnis unserer Kultur ist die Heiligung unseres Lebensraumes. Niemand hat um die Bedeutung und die Hinterlassenschaft unserer Heimat mehr gerungen, als Gerd-Klaus Kaltenbrunner (1939–2011). Er verbrachte sein Leben mit Lesen und Schreiben, war ein Kundschafter im Corpus klassischer Texte, ein Hüter der Erinnerung, ein Wächter der Tradition und eben dies: Ein Sucher nach dem zeitlos Gültigen. Ganze Bibliotheken waren Kaltenbrunner so vertraut, als hätten die Dichter und Denker von ehedem mit ihm persönlich Zwiesprache gehalten. Wie sehr könnten junge Menschen von diesem Gelehrten profitieren, wenn sie Gerd-Klaus Kaltenbrunner als Reiseführer für die wirklich essenziellen Lesenswürdigkeiten konsultierten. »Was einmal war, währt auf immer. Es ist unvergänglich, auch wenn keiner darum zu wissen scheint.« Das vorliegende Buch stellt den Schlußakkord von Kaltenbrunners Schaffen dar: Seine Nachforschungen führten ihn über verschiedene Epochen hinaus ins Transzendente. Die Wertschätzung der Heimat widerspricht bei ihm keineswegs dem christlichen Glauben, denn Ursprung und Sendung verspannt er in eine schicksalsträchtige Einheit: Das Desiderat, Kaltenbrunners Aufsätze genuin abendländischer Prägung in einem Band zu präsentieren, wird mit dem vorliegenden Band vierzehn Jahre nach dem Tod des Essayisten eingelöst. Die meisten der hier versammelten Abhandlungen waren bislang nicht in Buchform ediert. Neben fünfunddreißig Portraits, angefangen bei Vergil und Benedikt von Nursia über Hedwig von Schlesien und Anselm von Canterbury bis Carl Ludwig von Haller und Josef Gabriel Rheinberger sind außerdem einige Aufsätze abgedruckt, die sich mit metapolitischen Themen auseinandersetzen.
Aurë entuluva! - Der Tag wird kommen! 2023 jährt sich zum 50. Mal der Tod von J.R.R. Tolkien, dem Schöpfer Mittelerdes, des Silmarillions, des Hobbits und des Herrn der Ringe - Grund genug für einen Rückblick, und zwar der besonderen Art. Denn der vorliegende Band vereint Beiträge verschiedenster internationaler Autoren, die allesamt eines gemeinsam haben: Tolkien war ihr wichtigster Führer auf dem Weg zu Gott, zum Abendland und zur Familie – und es ist diese konkrete, höchst persönliche Erfahrung, von der sie hier erstmals Zeugnis ablegen. »Aurë entuluva! – Der Tag soll wieder kommen«: Mehr denn je erscheinen Mittelerde und ihr Schöpfer als Vorbild und Wegweiser im Kampf gegen das Dunkel - gerade heute, wo alles, was Tolkien lieb und teuer war, nur noch zu einem Schatten seiner selbst geworden ist. Mit Beiträgen von: - David Engels- Michael K. Hageböck- Joseph Pearce- Anna Bineta Diouf- Marco Gallina- David Boos- Marion du Faouët- Ryszard Derdziński- Damien Bador- Charles A. Coulombe
Mit diesem zweibändigen Werk liegt die erste und einzige umfassende Daemonologie in deutscher Sprache vor, ein Quellenwerk (allein mit 1700 wissenschaftlichen Anmerkungen), auf dem jede künftige Behandlung daemonologischer Fragen weitergebaut werden kann. Außer einschlägiger theologischer Literatur werden Quellen aus allen Lebensgebieten einbezogen, so daß »Daemonen am Werk« beobachtet und entlarvt werden, wo man sie bisher kaum vermutet hatte. Das Buch beweist uns nicht nur die Existenz und das Wirken der Daemonen, es zeigt uns vor allem auch den Sieg, den Christus und die guten Engel über die Mächte der Finsternis errungen haben. Band 1: Daemonen im Weltenplan (XII, 472 Seiten)- Vorwort zur Neuauflage von Msgr. Rudolf Michael Schmitz ICRSS- Einführung von Prälat Prof. Dr. Ferdinand Holböck- Nachtrag und Ergänzung von Prof. Dr. Dr. Georg Siegmund- Zusatzbeitrag: Geheimgesellschaften und New Age im Einflußbereich des Satanismus von einem Experten für Esoterik Band 2: Daemonen am Werk ( XII, 545 Seiten)- Zum Geleit – ein Vorwort von Romano Guardini- Presse-Urteil von P. Adolf Rodewyk SJ- Kurzporträt des Autors von Prälat Prof. Dr. Gerhard Fittkau- Zusatzbeitrag: Satanismus heute von Prof. Dr. Joseph Schumacher- Zusatzbeitrag: Die Überwindung Satans von Papst Johannes Paul II. Stimmen zum Buch:»Ein Standardwerk im wahren Sinne des Wortes, eine umfassende Monographie über die Dämonen, die eine wirklich vorhandene Lücke in der theologischen Literatur schließen möchte, nicht trocken und langweilig, sondern spannend und aufregend.« – Prof. Dr. P. Franz Lackner SJ »Hier ist das Werk über Daemonologie. Das Buch bearbeitet einen immensen Stoff aus den verschiedesten Gebieten und ist wohl dazu angetan, der Verharmlosung Satans, der auch von vielen Katholiken nicht mehr ernst genommen wird, sondern nur noch als ›Kinderschreck‹ gewertet wird, zu steuern.« – Prof. P. Joh. B. Umberg SJ »Die Überzeugung von der Existenz guter und böser Engel kann dem Menschen den Kampfcharakter seiner Existenz vor Gott in einzigartiger Weise zum Bewußtsein bringen …, seine Daseinsauffassung der Mittelmäßigkeit, dem unbedarften Fortschrittsglauben, dem Übermut entziehen und … die elementaren Antriebe von Selbstüberhebung und Ausgeliefertsein an das Schicksal im Gleichgewicht zu halten.« – Prof. Dr. Leo Scheffczyk
Europa ist gespalten zwischen einer euroföderalistischen Linken und einer souveränistischen Rechten, die beide die letzten Überlebenschancen unserer Zivilisation bedrohen: Die eine, weil sie die traditionelle kulturelle Identität des Abendlands durch einen entkörperlichten, materialistischen und multikulturalistischen Globalismus ersetzen will, die andere, weil die Rückkehr zu etwa dreißig rivalisierenden Nationalstaaten den Kontinent in ein Schachbrett der imperialen Interessen der anderen Großmächte der neuen multipolaren Welt zu verwandeln droht. In Das Abendland verteidigen nimmt David Engels einen entschieden zivilisatorischen Standpunkt ein und zeigt den dritten Weg eines abendländischen Patriotismus auf, der die europäische Einigung nicht auf den Kampf gegen die Identitäten und Traditionen unserer Zivilisation, sondern vielmehr auf deren Verteidigung und Fortführung gründet: den Hesperialismus.
Könnte Papst Franziskus der tyrannischste und skrupelloseste Papst der Neuzeit sein? Dies meint zumindest der Kirchenhistoriker Marcantonio Colonna in seinem kontrovers diskutierten, aber sorgfältig recherchierten neuen Buch Der Diktatorpapst. Hinter der Maske des bescheidenen, volksnahen Mannes verbirgt sich ein Papst, der sich seiner eigenen Macht bewusst ist. Indem er sich mit den fragwürdigsten Elementen im Vatikan verbündet, herrscht Franziskus durch Angst. Er versucht die ewige katholische Lehre, gegen jeden Widerstand, zu verändern. Colonna hat seine weitreichenden Kontakte im Vatikan vollumfänglich genutzt, um eine provokante und aufschlussreiche Darstellung der wahren Beweggründe von Papst Franziskus vorzulegen. Der Diktatorpapst ist eine unentbehrliche Lektüre, um eine der rätselhaftesten und gefährlichsten Gestalten zu verstehen, die je den Stuhl Petri besetzte. Hier geht es zur Empfehlung von Martin Lichtmesz.
Der Sklavenstaat ist Bellocs umfassende Darstellung der verschiedenen Formen politischer Ökonomie. Laut Belloc beruhte die europäische Gesellschaft zunächst auf einer Sklavenwirtschaft, die sich mit der Ausbreitung des Christentums in eine distributive Wirtschaftsordnung wandelte, in der das Eigentum unter Freien verteilt war. Dieser natürliche Zustand wurde durch die Reformation mit der Einführung des Kapitalismus und der allgemeinen Lohnknechtschaft gewaltsam zerstört. Für die Zukunft sieht Belloc nur zwei Lösungen: Die Rückkehr zur Sklaverei oder zur Freiheit des Eigentums. Seit der Erstveröffentlichung 1912 hat der Sklavenstaat durch Bellocs erstaunlichen Weitblick nur an Brisanz gewonnen. Eine Pflichtlektüre für jeden, der jenseits aller Rechts-Links-Dichotomie nach alternativen Wirtschaftskonzepten sucht.
Wie Papst Franziskus seine Herde in die Irre führt Gläubige Katholiken beginnen zu erkennen, dass ihr Eindruck sie nicht täuscht. Unter Papst Franziskus schlug ihre Freude über dessen Wahl in Besorgnis und Angst um. Bei manchen kam sogar das Gefühl auf, betrogen worden zu sein. Sie können nicht länger so tun, als stünde er lediglich für eine Akzentverschiebung im päpstlichen Lehramt. Der verlorene Hirte untersucht die Verwirrung, die dieses Pontifikat angerichtet hat. Lawler legt dar, was auf dem Spiel steht und wie aufrechte Katholiken reagieren sollten.
Ausgehend von einem Gelübde, das er in seiner Heimatkirche abgelegt hat, beschreibt Belloc seine abenteuerliche Pilgerreise, die ihn auf Schusters Rappen von Toul durch das Tal der Mosel, über Epinal, Belfort, die Schweiz, über die Alpen und durch Oberitalien auf dem kürzesten Weg nach Rom brachte. Wer nun erwartet, in diesem Buch die üblichen Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten zu finden, hat sich getäuscht. Belloc geht es nämlich vor allem darum, seinen Lesern sein Bild von Europa nahezubringen, aber er versteht es dabei, sie mit Geist und Witz zu unterhalten. Darum schildert er die kleinen Zufälle, die ihm auf seiner Wanderschaft zustießen, skurrile Begebenheiten am Rande des Weges, seine Begegnungen mit seltsamen Menschen in einer fremden Landschaft, und wo es ihm gefällt, hält er an, um ein Bild zu zeichnen, erzählt Geschichten, Anekdoten und Schnurren, deklamiert Gedichte oder singt ein Lied, kurz, er tut alles, damit seinen Begleitern der Weg nicht allzu lang und beschwerlich werde. So zieht der Leser mit ihm durch das Land, über Berg und Tal, bei Sonne und Regen, er teilt seine Freuden und Nöte, lacht über seinen trockenen Humor und erlebt, wie der Wanderer seine feierlich abgelegten Versprechen eines nach dem anderen bricht, bis er nur noch das letzte erfüllt : er erreicht tatsächlich Rom. Dort, vor den Toren der ewigen Stadt, läßt Belloc den Leser seine eigenen Wege gehen, denn jede Pilgerreise, auch die schönste und abenteuerlichste, hat (wie auch das beste Buch) einmal ein Ende.
Schwester Mary David Totah gehörte zur Gemeinschaft der Benediktinerinnen von St. Cecilia’s Abbey auf der Isle of Wight. Als gebürtige Amerikanerin studierte sie an der Loyola University, der University of Virginia sowie in Christ Church an der University of Oxford. Ihre bemerkenswerte wissenschaftliche Laufbahn beendete sie 1985 mit ihrem Eintritt in den Orden. Bis zu ihrem frühen Krebstod wies sie den jungen Nonnen ihrer Abtei 22 Jahre lang mit Eifer, Klugheit und Witz den Weg. Die Spiritualität, die jede Seite dieses Buches trägt, verdeutlicht, warum ihr geistliches Wirken so bedeutend und tiefgreifend gewesen ist. Ihre Erläuterungen, die sie für die Novizinnen verfaßte, beschäftigen sich mit Dingen, die auch in der Welt außerhalb des Klosters von Relevanz sind: Warum leiden wir? Wie gehen wir mit Menschen um, die uns nicht guttun? Wie treten wir in Beziehung zu einem unsichtbaren Gott? Wie gelangen wir zu den großen Entscheidungen des Lebens? Schwester Mary Davids Unterweisungen sind tiefsinnig und zugleich überaus praktikabel. Sie sind von der Freude über Gott bei unserer Arbeit, in unserer Freizeit, unserem Gemeinde- und Familienleben, aber vor allem von unserer Selbstwahrnehmung und unserem Selbstverständnis durchdrungen. Ihre vorliegend gesammelten Schriften zeigen, wie sich die Freude Gottes in unserem Leben verwirklichen läßt.
Mit Die Französische Revolution hat Hilaire Belloc sein wohl streitbarstes Buch vorgelegt. Er postuliert, der christliche Glaube sei im Grundsatz mit der politischen Theorie der Französischen Revolution vereinbar gewesen. Erst durch die revolutionären Ereignisse selbst habe sie den Charakter eines religiösen Glaubensbekenntnisses angenommen, was zu den Greueltaten führte. Anhand ausführlicher Charakterskizzen zentraler Persönlichkeiten der Zeit leitet er deren Einfluß auf das Revolutionsgeschehen ab. Den gesamten Revolutionsverlauf gliedert Belloc in sechs einzelne Phasen, deren Ereignisse er kurz zusammenfaßt, um sie schließlich zu analysieren. Besonders intensiv widmet sich Belloc der Darstellung der militärischen Aspekte, wobei er jeweils den Bezug zu den zivilen Entwicklungen herstellt und deren Bedeutung für die allgemeine Situation einordnet. Ein eigenes Kapitel widmet er dem Zustand des katholischen Frankreichs in der vorrevolutionären Zeit und dessen Bedeutung für den Revolutionsverlauf. Seit der sog. Reformationszeit war eine enge Verbindung zwischen der katholischen Hierarchie und der allgemeinen politischen Struktur des französischen Staates entstanden. Weite Teile des Klerus waren vom Glauben abgefallen. Staatsgläubigkeit und Apostasie waren höher angesehen als die Heiligkeit des katholischen Dogmas und wichtiger als die Praxis der katholischen Moral. Bellocs Eingangsthese zur Vereinbarkeit von Glaube und politischer Theorie mag man zustimmen oder nicht. Nicht von der Hand weisen lassen wird sich nach der Lektüre seiner Studie jedenfalls, daß das vorrevolutionäre Frankreich längst nicht mehr jenes katholische »Paradies« war, als das es heute gern gesehen wird.
Der katholische Apologet und Historiker Hilaire Belloc untersucht in seinem erstmals in deutscher Übersetzung vorliegenden Klassiker Die großen Häresien fünf bedrohliche Angriffe auf den christlichen Glauben. Diese sind beispielhaft für alle großen Bedrohungen des Christentums während der letzten zweitausend Jahre. Belloc seziert ihre Ursprünge, analysiert ihren Verlauf und beschreibt ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Eine andauernde Gefahr sieht Belloc im Islam, einem entstellten Christentum, dessen neuerlichen Einfall in Europa er prophezeit.Das Buch ist keine theologische Abhandlung. Es ist ein Appell an den Glauben, denn Europa ist der Glaube und der Glaube ist Europa.
Der Papst hat abgedankt. Der Petersdom dient als Müllkippe für den Abfall Roms. Europas Großstädte sind ghettoisiert. Jelena Tschudinowa entwirft das dunkle Bild eines Westeuropas, in dem die radikalen Strömungen des Islams die Oberhand gewonnen haben und die Scharia regiert. Paris wird zum Kristallisationspunkt, an dem sich Moderate, Arme und Ungläubige einer neuen muslimischen Elite unterworfen haben. Die Christen fliehen ein zweites Mal in ihrer zweitausendjährigen Geschichte in die Katakomben. Doch es regt sich Widerstand. Die letzte Messe ist noch nicht gelesen. Mit einem Nachwort der Autorin.
Belloc untersucht in seinem Buch Gegen Mächte und Gewalten die verschiedenen geistigen Angriffe, denen die Kirche in den letzten zweitausend Jahren ausgesetzt war. Er zeigt auf, wie diese Attacken vor ihrem Scheitern zunächst eine Zeit lang erfolgreich wirkten. Dabei widmet er sich den größten Bedrohungen, denen Christen alltäglich gegenüberstehen. Belloc zufolge hängt das Schicksal der Welt vom Zustand der katholischen Kirche ab. Nur durch sie wird es uns möglich zu verstehen, woher wir kommen und wonach wir streben müssen, um unsere Kultur zu erneuern. Gegen Mächte und Gewalten muss als Fortsetzung des Bestsellers Die großen Häresien gelesen werden.
In einer Zeit, in der die Moraltheologie durch die destruktiven Strömungen des Modernismus in eine tiefe Krise geraten ist und das Gewissen der Gläubigen allzu oft dem Diktat des Relativismus bzw. agnostizistischen Libertinismus preisgegeben wird – man denke z.B. an den sog. Synodalen Prozeß –, erweist sich die Neuausgabe der Moraltheologie von Pater Heribert Jone geradezu als ein Akt akademischer und seelsorglicher Notwehr. Denn allzu viele glaubenstreue Priester mußten aufgrund der erwähnten Lage, die selbstverständlich nicht zuletzt im universitären Bereich zu konstatieren ist, schmerzhaft erfahren, daß ihnen im Studium keinerlei Kenntnisse der katholischen Moraltheologie vermittelt wurden und ihnen daher die unerläßliche Grundlage zu einer vor Gott und den Seelen verantwortbaren Ausübung des Beichtvateramtes fehlt, sofern sie nicht durch gründliches Privatstudium erworben wird. Genau hier vermag das Werk Jones, das vom Autor als praktische Hilfe zur Verwaltung des Bußsakraments konzipiert wurde, wertvollste Hilfestellung zu bieten.Diese Moraltheologie ruht auf dem festen Fundament der überlieferten Sittenlehre. Jones Werk ermöglicht dem Beichtvater ein klares Urteil in der praktischen Entscheidung von Gewissenfällen und in der Beratung der Gläubigen, und befähigt ihn somit, im Bußsakrament sein Amt als authentischer Sachwalter sowohl der Gerechtigkeit als auch Barmherzigkeit Gottes auszuüben.Über den Bereich des Seelsorgsklerus hinaus vermag dieses Buch auch gebildeten Laien hervorragende Dienste zu leisten, vorausgesetzt freilich, es wird gründlich und systematisch studiert – denn gerade bei einem Werk zur Moraltheologie vermag nur ein solches Studium vor fatalen Fehlinterpretationen zu schützen.
Der Römische Katechismus, auf Anordnung Papst Pius’ V. herausgegeben, wurde seither immer wieder von den Päpsten empfohlen, so von Urban VIII., Benedikt XIII., Pius IX., Leo XIII., Pius X. Dieses Werk »erster Autorität« (Kard. A. M. Stickler) wird auch im sog. Weltkatechismus ausdrücklich zu den »Kirchlichen Dokumenten« gerechnet. Der Römische Katechismus wurde in zahllosen lateinischen und landessprachlichen Ausgaben verbreitet. In ihm findet man eine zugleich wohldurchdachte und leicht verständliche Darstellung der Grundwahrheiten des katholischen Glaubens. Papst Pius XI. nannte ihn ein »goldenes Buch«, das sich »ebenso durch Fülle und Kraft des Inhalts als durch Schönheit der Sprache auszeichnet«.
Um die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen und die Festfreude zu vergrößern, hat Sophie zu Eltz dieses spannende Geschichtenbuch geschrieben. Da wird von der tapferen kleinen Barbara (Fest am 2. Dezember) – einer aus der Katakombenzeit und einer aus unseren Tagen – erzählt, da erfahren wir vom Leben und Wirken des großen Missionars Franz Xaver (Fest am 3. Dezember), und am 8. Dezember wird das Wunder von Fatima erzählt. Die Geschichte von der Weihnachtsschalmei spielt zur Zeit des heiligen Franz von Assisi, die vom Füchslein Sigismund zur Zeit der ersten Weihnacht und in der Gegend von Bethlehem. Das Märchen vom Männlein mit den goldenen Nüssen ist voll von weihnachtlicher Stimmung, und vom Nikolaus und dem weißen Esel berichtet das Buch eine Begebenheit aus dessen Heimat Kleinasien. »Christdörlein im Schnee« heißt das reizende kleine Theaterstück, das die Kinder selbst aufführen können. Mehr als zwanzig anschauliche, zarte Abbildungen runden die Geschichten ab. Kurz und gut: ein ideales Adventbuch für die Familie. Die Originalausgabe erschien mit kirchlicher Druckerlaubnis.
Kaum ein Thema der Kirchengeschichte wurde so entstellt wie das der Inquisition. Seit Jahrhunderten dient die Verzeichnung ihrer Geschichte den Gegnern des Glaubens als Waffe, um das Ansehen der Kirche zu verdunkeln. Doch was geschah wirklich? Fernand Hayward bietet in diesem handlichen Band einen nüchternen Überblick über die Geschichte der Inquisition, hauptsächlich in Italien, Frankreich und Spanien. Ursprünglich herausgegeben vom bekannten französischen Historiker Daniel-Rops, gibt dieses Buch einen authentischen Einblick in die Geisteswelt des Mittelalters und der Neuzeit. Auf diesem Hintergrund ermöglicht es »ein gerechtes Urteil über die Inquisition« (E. von Petersdorff). Zugleich kann es in seinen nicht wenigen Partien zur Einmischung staatlicher Autoritäten in das konkrete Vorgehen der Inquisition, der manche Bischöfe nachgaben, Anlaß zu kritischer Reflexion des Verhaltens mancher heutiger Bischofskonferenzen gegenüber den Mächtigen des Säkularismus unserer Zeit werden.
Der Westen ist am Ende. Es ist spät, wahrscheinlich sogar schon zu spät, um noch eine andere Richtung einzuschlagen, und niemand weiß, was aus dem Zusammenprall zwischen dem politisch korrekten Denken und der Wirklichkeit entstehen wird. Und trotzdem müssen wir weiterleben: leben mit dem Niedergang Europas; leben mit der Gewißheit, daß morgen schlimmer sein wird als heute; leben mit dem Wissen, daß die Tage der abendländischen Zivilisation, so wie wir sie heute kennen, gezählt sind. Was tun? Wie unser tägliches Leben ausrichten; wie uns trotz allem in die Zukunft hineinversetzen; und vor allem – wie unseren Nachfahren unser bedrohtes Erbe weitergeben? Dies sind einige der Fragen, auf welche dieses Brevier einige ebenso praktische wie realistische Antworten zu geben versucht.
Der Renovamen-Verlag legt hiermit eine Neuauflage von Nikolai Ostrowskis Klassiker in einer Übersetzung aus der Feder von Thomas Reschke vor. Benedikt Kaiser hat das Ganze mit einer historischen und werkbiographischen Einordnung versehen, die diesen sowjetischen Propagandaroman besonders lesenswert macht. Wer Romane wie Zwischen Weiß und Rot von Dwinger schätzt, und sich für russische Geschichte im 20. Jahrhundert interessiert, wird dieses Buch lieben.