Alexander Gauland
Dr. Alexander Gauland, 1941, ist promovierter Jurist. Er war im Frankfurter Magistrat und im Bundesumweltministerium tätig und leitete von 1987 bis 1991 die Hessische Staatskanzlei unter dem CDU-Ministerpräsidenten Walter Wallmann. Von 1991 bis 2005 gab er die in Potsdam erscheinende Tageszeitung Märkische Allgemeine heraus. Alexander Gauland war als CDU-Mitglied bis zu seinem Parteiaustritt 2013 Teil des konservativen und Merkel-kritischen Berliner Kreises und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Alternative für Deutschland (AfD). Er ist Bundessprecher und Fraktionsvorsitzender im Bundestag. Buchveröffentlichungen der letzten Jahre: Anleitung zum Konservativsein (2002, Neuausgabe Berlin 2017), Die Deutschen und ihre Geschichte (2009, Neuausgabe Berlin 2018). Der 66. kaplaken-Band Nation, Populismus, Nachhaltigkeit (2019) ist sein erstes Buch bei Antaios und versammelt drei Reden.
Alexander Gauland
Dr. Alexander Gauland, 1941, ist promovierter Jurist. Er war im Frankfurter Magistrat und im Bundesumweltministerium tätig und leitete von 1987 bis 1991 die Hessische Staatskanzlei unter dem CDU-Ministerpräsidenten Walter Wallmann. Von 1991 bis 2005 gab er die in Potsdam erscheinende Tageszeitung Märkische Allgemeine heraus. Alexander Gauland war als CDU-Mitglied bis zu seinem Parteiaustritt 2013 Teil des konservativen und Merkel-kritischen Berliner Kreises und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Alternative für Deutschland (AfD). Er ist Bundessprecher und Fraktionsvorsitzender im Bundestag. Buchveröffentlichungen der letzten Jahre: Anleitung zum Konservativsein (2002, Neuausgabe Berlin 2017), Die Deutschen und ihre Geschichte (2009, Neuausgabe Berlin 2018). Der 66. kaplaken-Band Nation, Populismus, Nachhaltigkeit (2019) ist sein erstes Buch bei Antaios und versammelt drei Reden.
Wir sind keine unbeschriebenen Blätter. Wir kommen nicht aus dem Nichts. Wir wissen, dass jeder seinen Platz auf der Welt hat, aber dass dieser Platz nicht austauschbar ist. Wir hängen an den Orten, aus denen wir stammen und selbst wenn wir sie verlassen, schütteln wir unsere Herkunft nicht ab. Jeder von uns hat seine Geschichte. Wir sind Menschen mit Eigenarten und bestehen auf unsere Gewohnheiten, weil sie unsere Gemeinschaft erhalten. Wir sind keine Zufallsprodukte, sondern stehen auf dem Grund eines Erbes, das uns prägt. Dieses Erbe ist keine Last, weil wir es lebendig halten. Wir sitzen auf den Schultern von Riesen und lesen in unserer Geschichte, ohne sie zu verklären. Wir kennen den Verlust und fühlen den Schmerz des Verschwindens, wenn wir auf den Fortschritt blicken. Wir sind Skeptiker, weil wir wissen, wie leicht es ist, etwas einzureißen und wie schwer, etwas aufzubauen. Wir achten die Wirklichkeit und leben aus dem, was immer gilt. Wir bauen keine Luftschlösser, wir bestellen unseren Garten. Mit einem Wort: wir sind konservativ.
Seine Geschichte wird man nicht los, sie sitzt einem in den Knochen und in der Seele. Das betrifft unsere Biografien als Einzelne wie den kollektiven, Werdegang des Volkes, dem wir angehören. Beides greift weit in die Vergangenheit aus und prägt unser Denken, Verhalten und Handeln im Heute. Zwar können wir dieses lebenslange Wirkungsgefüge bestreiten, versuchen uns „neu zu erfinden“, doch lässt sich die einmal beschriebene Tafel nicht blankwischen. Wir leben in und mit der Geschichte, der persönlichen wie der gemeinschaftlichen. Je besser wir letztere vergegenwärtigen, mit all ihrem Licht und Schatten, desto mehr wohnen wir uns inne, ja desto vollständiger werden wir. Alexander Gauland nimmt uns in seinem Buch mit auf eine Wanderung durch eintausend Jahre deutscher „Individuation“. Aus den germanischen Wäldern des Tacitus führt er uns zu Karl dem Großen, zu Luther, den Kaisern des Mittelalters, von Friedrich II. zu Bismarck, zu Hitler, zum Mauerfall. An jeder Weggabelung erkennen wir, wie sehr wir Anteil haben an dieser Geschichte. Und dass diese uns erst zu denen macht, die wir sind.
Alexander Gauland ist einer der wenigen Politiker, die programmatisch weit über den Tag hinaus nachdenken. Sein Stil ist nicht die Polemik: Vielmehr setzt er historisch untermauerte Maßstäbe für eine konservative Politik für unsere Zeit. "Konservativ" ist dabei kein beschwichtigendes Wort, sondern eine Kampfansage. Unser kaplaken verdeutlicht dies anhand dreier Vorträge Gaulands: Es geht im 1. um die Nation, im 2. um den Populismus und im 3. um die Nachhaltigkeit - um drei Schlüsselthemen also, die den Ansatz der Alternative umreißen. Ein Baustein, ein ideales Geschenk! -- -- -- Die Videorezension von Ellen Kositza finden Sie hier.