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Curt Hohoff

Wer weiß heute, daß Victor Hehn mit seinen "Kulturpflanzen und Haustiere in ihrem Übergang aus Asien nach Griechenland und Italien sowie in das übrige Europa" ein großes deutsches Prosawerk geschrieben hat? Hohoff gibt in weitspannenden biographisch-literatur- und kulturhistorischen Essays Bilder der großen wissenschaftlichen Prosa als Kunst. Aus dem Inhalt: Winckelmann, Hamann, Kant, A. Humbolt, Görres, Niebuhr, Burckhardt, Johannes von Müller, ...

Regulärer Preis: 24,90 € *
Crane Brinton

Crane Clarence Brinton (1898-1968) studierte Geschichte in Harvard, promovierte in Oxford und lehrte 1942 bis zu seinem Tode in Harvard. Die "Anatomy of Revolutions" wurde sein berühmtestes Werk und brachte ihm die Aufnahme in die "American Academy of Art and Sciences". Die Analyse der Gleichförmigkeiten der englischen (1640), amerikanischen, französischen und russischen Revolutionen, geschrieben in einem präzisen und eleganten Stil und gestützt auf profunde Quellenkenntnis, machen das Buch zu einem klassischen Grundlagenwerk, das hier in der ergänzten Fassung der Ausgabe letzter Hand vorgelegt wird. Der Herausgeber Manfred Lauermann, Sozialwissenschaftler und Ideenhistoriker, lehrte u.a. an den Universitäten Bochum, Dresden, Bielefeld und als DAAD-Professor in Brasilien; er ist Mitglied der Historischen Kommission der Partei "Die Linke". Er hat die vergriffene Übersetzung von Walter Theimer durchgesehen und in seinem Essay zu "Nutzen und Nachteil des Revolutionsbegriffes" auch den aktuellen Stand der Forschung beschrieben. "Anzumerken ist auch, daß der Autor ein zu großer Historiker ist und eine zu lebendige Persönlichkeit, um nicht mehr als nur wissenschaftliches Interesse auszudrücken." - H. Holborn The Yale Review

Regulärer Preis: 24,00 € *
Michael Klonovsky

Die luzide gedachten und hart formulierten Sätze sind im Sinne politischer Korrektheit nicht ganz geheuer und zielen auf das nötige discrimen der Geister. Scharfsinniges und Scharfzüngiges in neuerlich vermehrtem Umfang. Klonovsky wird häufig und zu Recht mit Karl Kraus verglichen.

Regulärer Preis: 18,00 € *
E. M. Cioran

Auch wenn er sich später von den Arbeiten seiner rumänischen Sturm- und Drangzeit distanzierte, bleiben diese Aufsätze, die hier erstmals auf Deutsch erscheinen, für das Verständnis des großen Autors wichtig. »Wir waren eine Bande Hoffnungsloser im Herzen des Balkan.«

Regulärer Preis: 19,90 € *
José Ortega y Gasset

Spanien liegt darnieder: seiner Ökonomie droht der Staatsbankrott, und Hunderttausende demonstrieren für die Unabhängigkeit Kataloniens. Der Philosoph José Ortega y Gasset untersuchte bereits 1922 die Ursachen der Sezessionsbestrebungen und beschrieb ein zutiefst dekadentes Land.Übersetzt von Weyl, Helene. Herausgegeben von Cano, Jerónimo Molina. Einleitung von Cano, Jerónimo Molina.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Nicolás Gómez Dávila

Fortgesetzte Scholien zu einem inbegriffenen TextDer letzte Band des monumentalen Scholien-Werkes des 1994 in Santafé de Bogotá verstorbenen Autors."Wäre ich nicht Kommunist, ich dächte ganz wie Gómez Dávila."Gabriel García Marquez

Regulärer Preis: 18,00 € *
Heberto Padilla

Der Herausgeber und Übersetzer Günther Maschke (1943-2022) war ein persönlicher Freund des Dichters und wurde, auch wegen seines Eintretens für Padilla, aus Cuba abgeschoben. Der Übersetzung der bedeutenden Dichtung Padillas hat er eine instruktive Dokumentation beigegeben.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Günter Maschke

VERGRIFFEN Gemäß dem Worte eines weisen Mannes soll man sich nicht selbst interpretieren. Dazu gehört freilich auch, daß man die eigenen Texte nicht verjüngert. Deshalb werden die hier ausgewählten Aufsätze aus zwanzig Jahren weitestgehend unverändert vorgestellt. Sie sind Versuche eines Renegaten der Linken, der sich seines „Arthur Koestler-Komplexes“ nicht auf die übliche Weise entledigte, indem er zum kämpferischen Liberalen wurde, sondern der den anti-liberalen Motiven seiner kommunistischen Jugend die Treue halten will.

Regulärer Preis: 24,90 € *
Aloys Prinz Liechtenstein

Aloys Prinz von und zu Liechtenstein (1846-1920), Vetter des Fürsten Johann II., war Diplomat, Mitglied des Reichsrates, Landmarschall von Niederösterreich und als profilierter Sozialpolitiker führend in der christlichsozialen Bewegung tätig, was ihm auch die Bezeichnung der "rote Prinz" eintrug. Historisch hochgebildet veröffentlichte er 1910 diese Studie über die historische Entwicklung des Kalifats, die gerade heute wieder alles Interesse verdient.

Regulärer Preis: 18,00 € *
Carl Schmitt

Quellen zur Thematik der Friedenssicherung: von der Monroe-Doktrin über den Kellogg-Pakt bis zum Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund. "Mit einem unterdrückten Deutschland gibt es keinen dauernden Frieden. Deshalb sind die Texte, die den Kampf Deutschlands um seine Gleichberechtigung betreffen, von weltgeschichtlicher Bedeutung." (Carl Schmitt)

Regulärer Preis: 13,20 € *
Ryszard Legutko

Der Autor hat das kommunistische Polen erlebt und im Untergrund gegen das System gekämpft; er vergleicht es mit der liberalen Demokratie seines Landes und Europas und stellt fest, daß beide Systeme zunehmend gemeinsame Züge aufweisen. Wie im Marxismus, wächst in der westlichen Demokratie eine umfassende, beherrschende Ideologie heran, die unter dem Schleier der Toleranz immer weniger Abweichungen duldet. Legutko analysiert vergleichend in den Kapiteln Geschichte, Politik, Religion, Erziehung und Ideologie die Entwicklung. Ryszard Legutko (*1949) lehrt Philosophie an der Jagellonen-Universität in Krakau. Er bekleidete verschiedene politische Ämter, war u.a. Minister, und ist zur Zeit als Abgeordneter zum Europäischen Parlament Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten. Er hat zuletzt ein Buch über Sokrates vorgelegt und forscht zur Zeit über die Vorsokratiker. "Professor Legutko ist beides: prominenter polnischer und europäischer Politiker und Philosoph von Rang - und dazu war er noch Herausgeber der philosophischen Untergrund-Zeitschrift der Solidarnosc, eine Haltung die G. K. Chesterton gefallen hätte ..." - John O'Sullivan

Regulärer Preis: 23,00 € *
Robert Musil

"Ich habe mich zeitlebens der Politik ferngehalten, weil ich kein Talent für sie spüre". Diese Aussage in seiner berühmten Pariser Rede von 1935 stimmt nicht ganz: Schon der junge Offizier Musil schreibt politische Artikel für Soldatenzeitungen. Auch später rührt sein Denken an politische Themen, das aber zunehmend Abstand vom Tagesgeschehen gewinnt. Seinem scharfen, naturwissenschaftlich geschulten Verstand blieb nicht verborgen "daß in allem etwas Richtiges steckt", was ihn zum Parteigänger untauglich machte.

Regulärer Preis: 23,00 € *
Michael Klonovsky

Der brave Deutsche sorgt sich - neuerdings sogar zunehmend - um den Gesundheits- und Geisteszustand seines Führungspersonals. So war es kaum erstaunlich, daß die Meldung vom möglicherweise fehlenden Hoden des Führers die Titelseite der BILD-Zeitung erstürmte. Michael Klonovsky, "blogger-novelist" (New York Times) und aufmerksamer Chronist der zweiten deutschen Republik, analysiert in seinen Essais aber keineswegs nur den seelischen Zustand von Menschen, die sofort zugreifen, wenn sie ein Buch dieses Titels erblicken. Das Spektrum der hier versammelten Betrachtungen reicht vom Dekadenzgrad des Michel Houellebecq bis zum Linksradikalismus Richard Wagners, von der Frage, ob Bach Antisemit war, bis zum Regietheater, vom Lob der Selbstironie bis zu Churchill.

Regulärer Preis: 23,00 € *
Marcel Aymé

Romancier, Novellist, Essayist, Dramatiker, Drehbuchautor, Übersetzer und Feuilletonist, bleibt Marcel Aymé (1902-1967) nicht nur aufgrund der Vielfalt seines Werks schwer zu fassen. Schriftsteller wider Willen, Provinzler und Hauptstädter, Dandy und Verächter der (literarischen) Hautevolée, Freund und Verteidiger während des Krieges Verfolgter und nach dem Kriege Verfemter, wurde er nacheinander als Linker und anarchischer Rechter etikettiert. Unbestritten sein literarischer Rang, sein Gesamtwerk wurde zuletzt in der renommierten Klassikerreihe Pleiade herausgegeben.Mit sicherem, wenn auch nie gesuchtem Griff unzeitgemäß, beherbergte er während der deutschen Besatzung Résistants und bekämpfte diese nach der Libération ebenso wie de Gaulle, die Justiz und den Amerikanismus am jeweiligen Höhepunkt ihrer Wirkungsmacht und wies - Patriot, aber gekränkt und verbittert - höchste vaterländische Ehrungen schroff zurück.Das vorliegende Werk - Pamphlet, Erzählung und Parabel - entlarvt in für Aymé charakteristisch-ambivalenter Weise Jargon und Pose der Kultur- und Politschickeria ebenso wie Schwäche und Willfährigkeit einer orientierungslosen Bourgeoisie ohne jedes Selbstbewußtsein. Sprachliche brillant und überaus amüsant, nimmt der vor 60 Jahren und nun erstmals in deutscher Sprache erschienene Text in erstaunlicher Weise die heutige Gegebenheiten vorweg.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Constantin von Lossau

Nach den Befreiungskriegen (1813 - 1814) gegen die napoleonischen Heere, machen sich viele preußische Offiziere - Rühle von Lilienstern, von Pfuel, von Valentini, Menu de Minutoli u.a. - Gedanken über das Wesen des neuen Krieges. Einer der ersten unter ihnen war der Generalmajor Constantin von Lossau (1767 - 1848), der im vorliegenden Werk (1815), einem genialen Wurf, die Rolle der "moralischen Kräfte" im Kriege, wie Energie, Willenskraft, Entschlossenheit und Patriotismus besonders betonte. Er führte damit die Ideen seines Lehrers Scharnhorst fort und kündigte auf beeindruckende Weise jene von Clausewitz an.

Regulärer Preis: 24,00 € *
Günter Maschke

vergriffen! Dieses Buch aus der Feder Günter Maschkes erschien vor 25 Jahren, war rasch vergriffen und wurde zum unauffindbaren Objekt der Begierde der Leser Maschkes und Schmitts. Nun ist es in überarbeiteter, stark erweiterter Form wieder aufgelegt worden. "Der Tod des Carl Schmitt" ist eine Art Abrechnung Maschkes mit der seltsamen und der Bedeutung Schmitts spottenden Nekrologie auf diesen großen rechtsgelehrten und politischen Denker. Maschke selbst brach die Zusammenarbeit mit der FAZ ab, nachdem sein Nachruf auf Schmitt durch einen relativierenden Text aus der Feder Dolf Sternbergers gekonntert worden war. Und so ist "Der Tod des Carl Schmitt" ein einziges Zurechtrücken der Maßstäbe: hier Schmitt, über den Jahr für Jahr ein weiterer halber Meter Literatur erscheint; dort die Sekundär-Denker, die kübelweise Unrat ausschütten, um auf sich aufmerksam zu machen. Überarbeitet sind die Texte+ Carl Schmitt in Europa. Bemerkungen zur Diskussion anläßlich seines Hingangs , 7. April 1985+ Sankt Jürgen und der Triumphierende Drache. Zu Habermas' neuestem Angriff auf Carl Schmitt Neu aufgenommen sind die Texte+ Drei Motive im Anti-Liberalismus Carl Schmitts+ Der ent-konkretisierte Carl Schmitt und die Besetzung des Rheinlandssowie ein Interview mit Günter Maschke

Regulärer Preis: 22,00 € *
Joseph de Maistre

Das Hauptwerk von Joseph Comte de Maistre (1753-1821) ist seit 1824 auf Deutsch nicht mehr greifbar. Für diese Ausgabe wurde die ursprüngliche Übersetzung von Moritz Lieber gründlich überarbeitet und mit einer Einleitung von P. Glaudes, dem Herausgeber der maßgeblichen kritischen französischen Edition sowie einem Essai über de Maistres Stellung zum Krieg von Jean-Jacques Langendorf versehen. In elf Gesprächen legt Joseph de Maistre das göttliche Fortwirken in der Schöpfung dar. „Dem Spott der Aufklärung über die Vorsehung antwortet er mit einem noch größeren Spott, der die inzwischen stattgehabten Katastrophen für sich sprechen läßt und diese Erfahrung für den Weg zu einem Glauben nutzen will, der sich gegenüber dem aufklärerischen Optimismus als intellektuell überlegen betrachtet.“ (Günter Maschke, Großes Werklexikon der Philosophie) De Maistre mußte damals wie heute provozieren, mit seinem Lob des Henkers, das das Werk eröffnet, mit seinem Lobpreis des Krieges, mit der Rechtfertigung des Leidens auch der Unschuldigen, das durch sein mystisches Gesetz der Reversibilität den Schuldigen zugute kommt. Neben leidenschaftlicher Ablehnung hat er auch in neuerer Zeit unterschiedliche Geister, wie E. M. Cioran, George Steiner oder Paul Valéry, zu faszinieren vermocht.

Regulärer Preis: 49,00 € *
Jean Raspail

Japanische Ureinwohner, Katakomben-Katholiken, die Uru in den Anden, Alakaluf-Seenomaden oder französische Soldaten, die im 2. Weltkrieg in Russland auf Nachfahren ihrer Landsleute aus der Zeit Napoleons treffen: Jean Raspail folgt den Fährten der jeweils Letzten ihrer Art. Unmittelbar nach dem Heerlager und nun erstmals auf Deutsch erschienen, ist Die Axt aus der Steppe Ursprung und Schlussfolgerung des Heerlagers, so auch Jean Raspail, dessen ganzes Universum sich hier verdichtet findet: Untergehende Minderheiten, kostbare Lebensweisen, die erlöschen, mit unserem nun seinerseits bedrohten alten Europa am Ende des Kondukts.

Regulärer Preis: 24,00 € *
Tipp
Maurice Renard

Dieses große Werk aus dem Jahr 1910, hochgeschätzt von den Surrealisten, zählt zu den besten phantasti­schen Romanen der französischen Literatur und ist von beklem­mender Spannung.

Regulärer Preis: 22,00 € *
Joseph de Maistre

De Maistre (1753-1821) beschäftigte sich ausführlich und gründlich mit der Herkunft, der Aufgabe, dem Geheimnis und den Zielen des Ordens der Freimaurer. Mit der vorliegenden Schrift griff der kühne Querdenker und spätere Staatsphilosoph der Gegenrevolution in die Neuorientierung der Freimauerer ein.

Regulärer Preis: 13,20 € *
Vladimir Volkoff

Caroline Sommerfeld empfiehlt: Durch die Wirren des Algerienkrieges geht eine Granate von Hand zu Hand. Müde Europäer, oft voller Selbsthaß, deren islamistisch-­terroristische Feinde, „westliche Werte“, „Ortskräfte“: Die archety­pischen, aber facettenreichen Figuren und aufgeworfenen Fragen führen geradewegs in unsere Tage. Ohne ein Wort zuviel und bis zum lakonisch-bitteren Ende spannend wie ein Kriminalroman. Prägnante Meistererzählungen, unzeitgeistig und daher zeitlos: Die Handgranate gibt den Startschuß für unsere neue literarische Reihe KAROLINGER KONTERGARDE. Ihr Name steht unter anderem für eine vorgeschobene Stellung, die die eigentliche Festung schützt.

Regulärer Preis: 19,00 € *
Hans Freyer

Hans Freyer (1878-1969) ist einer der wirkungsmächtigen Philosophen und Soziologen des letzten Jahrhunderts: er war der erste Inhaber eines deutschen Lehrstuhls für Soziologie (Leipzig). Professor in Kiel, Leipzig, Budapest, Münster und Ankara. Schöpfer des "realistischen Staatsbegriffes", der durch Gemeinwohl, langfristige gesellschaftliche Entwicklungsperspektiven und Legitimität definiert wird. In Budapest (1938-1945) verfasste er die "Weltgeschichte Europas", eine Epochengeschichte der abendländischen Kultur. Nach dem Krieg wieder nach Leipzig berufen, wurde er nach einem von Lukács initiierten ideologischen Streit entlassen: fortan konzentrierte er sich auf die Erforschung des Übergangs der modernen Industriegesellschaft zur weltweit umklammernden wissenschaftlich-technischen Rationalität.Das Werk gibt einen hochkonzentrierten Abriß utopisch-politischen Denkens und schildert die Entwürfe von Platon, Thomas Moore, Campanella, Bacon, Andreae, Fénelon und Fichte, bis zu den weniger Bekannten: Vairasse, Foigny Terasson, Mercier, Morelli, Cabet und Bellamy. Die Darstellung verschafft einen Überblick über dieses Kapitel der Ideengeschichte; sie durchdringt auch die Eigengesetzlichkeiten und Logik utopischen Denkens, wie Geschlossenheit, Ungeschichtlichkeit und "prophetischen Bruch". Freyers Utopiebegriff steht im Gegensatz zu dem von Ernst Bloch; dieser wurde ihm auch 1948 für den Leipziger Lehrstuhl vorgezogen. Die Herausgeberin Dr. Elfriede Üner leitete das Projekt "Wirkungsgeschichte der Soziologie Hans Freyers" (Fritz-Thyssen-Stiftung) an der Leipziger Universität.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Augustin Cochin

Augustin Cochin, geb. 1876, fiel 1916 im 1. Weltkrieg. Er untersuchte mit Akribie die Rolle der "Denkgesellschaften" und Clubs in den Provinzen bei der Genesis der Französischen Revolution, die lange vor 1789 organisiert wurde; seine Leistung liegt dabei auch in der Analyse des Ursprungs der modernen Demokratie. François Furet hat das Verdienst, Cochins Werk wieder aus dem Schatten geholt zu haben.

Regulärer Preis: 24,00 € *
Antonio Gnoli/Franco Volpi

Aus Anlaß seines 100. Geburtstags hat Jünger mit seinen italienischen Übersetzern eine einzige und letzte Serie von Gesprächen geführt. Jüngers Erinnerungen führen durch das Jahrhundert und seine Gestalten. Der Patriarch wendet seinen Blick auch nach vorne, in das 3. Jahrtausend, das der „Kommenden Titanen“. Diese Ausgabe beruht auf der italienischen Originalausgabe, die Jünger noch autorisiert hat.

Regulärer Preis: 18,00 € *
Álvaro d'Ors

Álvaro d'Ors (1915-2004), Ordinarius für Römisches Recht, einflußreicher, theologisch versierter politischer Denker und Autor, kritischer Freund von Carl Schmitt, setzt dem idealistischen politischen Denken im hier erstmals auf Deutsch vorliegenden Essay eine realistische Betrachtungsweise entgegen. Seine romanistisch-zivilrechtlich geprägte Besinnung auf eine anthropologisch fundierte, naturrechtliche Gemeinwohllehre vermag nicht nur verwaschene oder vermiedene Begriffe wie universal und öffentlich, Freund und Feind, Bürger-, Vernichtungs-, Sezessionskrieg, Invasion, Genozid und so weiter zu klären. Sie enthält auch eine luzide Kritik an typisch deutschen Vorstellungen von Staat, Kirche und Gesellschaft. Nicht nur für Juristen und politische Philosophen ein Gedankengefunkel von seltener Klasse und Klarheit.Der Herausgeber Pater W. H. Spindler ist Dominikaner, Jurist, Theologe und Philosoph, lebt in München und lehrt an der Theologischen Hochschule in St. Pölten.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Bernard Willms

Bernard Willms (Jg. 1931), Professor für Politikwissenschaft in Bochum, befaßte sich vor allem mit politischer Theorie und politischer Philosophie: ein Forschungsscherpunkt war Thomas Hobbes. Er verfocht auch streitbar Thesen zur aktuellen deutschen Politik. 1991 nahm er sich das Leben. Willms letzter Text, aus dem Nachlaß herausgegeben und lange vor der Veröffentlichung der „Schwarzen Hefte“ geschrieben, zielt nicht auf Apologie, er zeigt jedoch, daß Heideggers Denken nicht durch Denunziation stillgelegt werden kann, aber daß dadurch eine Stimmung erzeugt wird, in der das Niveau der eigentlich philosophischen Fragen gar nicht erst erreicht wird.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Lorenz Jäger

Wer über den Anteil der Freimaurer an den neueren Revolutionen urteilen will, darf nicht nur auf den deutschen Sprachraum schauen. Der radikale französische Laizismus hat seinen Kern in der Großloge des „Grand Orient“, deren Beziehungen zu den Revolutionsbewegungen hier neu gesehen werden.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Till Kinzel

Johann Georg Hamann (1730-1788), der Name des Königsberger Autors - Freund und Gegner Kants, hat noch heute einen besonderen Klang. Seine Schriften wirken oft dunkel und schwierig, doch sie verdanken sich einer deutlichen Intention: Hamann gehört in die Tradition des Denkens im Zeichen einer coincidentia oppositorum, die sich entschieden jedem Systemzwang entgegenstellt. Niemand hat die Ambivalenzen der Aufklärung schärfer gesehen als Hamann, niemand klarer erkannt, daß es keine Vernunft ohne Sprache gibt. In der heute so gefährdeten alteuropäischen Weisheitsüberlieferung kommt Hamann ein singulärer Rang zu. Von Herder, Goethe und Jacobi reicht die Kette der Hamann-Leser über Schelling, Grillparzer und Ernst Jünger bis zu Isaiah Berlin und Botho Strauß. Hamann-Lektüre entzieht sich den Versuchungen der Gegenwart: der Transparenz, der vereinfachten Sprache, dem Konformismus und dem Moralismus. Hamann ist deshalb weit mehr als eine "literarhistorische Kuriosität ersten Ranges" (Egon Friedell); er ist ein Seismograph: "Man muß wieder Hamann lesen, um zu lernen, daß Geist aus Rissen und Sprüngen entweicht (.)" (Botho Strauß). 

Regulärer Preis: 22,00 € *
Wladimir Solowjow

An der Côte d'Azur des 19. Jahrhunderts unterhalten sich vier Russen über philosophische Themen, wie den Krieg und den Fortschritt. Zuletzt mündet die Diskussion in Fragen zum Ende der Geschichte, die mit der Macht des Bösen in der berühmten Erzählung vom Antichrist endet, die ein Gesprächsteilnehmer aus dem Nachlaß eines Mönches vorliest. Die Gesprächsteilnehmer sind ein General, ein westlich-liberal gesonnener Politiker, ein Herr Z., undoktrinär, wohl dem Autor nahe stehend – er trägt auch die Geschichte vom Antichrist vor – ein Fürst, der die ideologischen Züge von Tolstoi trägt, sowie eine Dame. Man ist intellektuell beweglich, es werden nicht bloß Thesen aufgestellt, was die Gespräche auch literarisch interessant macht. Die dargestellten Aktionen des Antichrists zeichnen sich durch Humanität und Toleranz aus. Der Antichrist tritt als Philanthrop auf, und er will die christlichen Religionen versöhnen und zueinander führen, was letztlich im Widerstand gegen ihn auf andere Weise gelingt. Die Figur des Antichrists ist Wohltäter der Menschheit, sein Wirken trägt die Züge der heute modernen politischen Desiderate. Das Böse wird an der Verdrängung der Heils-Tat und der Gestalt Jesu erkennbar.

Regulärer Preis: 24,00 € *
Wladimir Solowjow

An der Côte d’Azur des 19. Jahrhunderts unterhalten sich vier Russen über philosophische Themen, wie den Krieg und den Fortschritt. Zuletzt mündet die Diskussion in Fragen zum Ende der Geschichte, die mit der Macht des Bösen in der berühmten Erzählung vom Antichrist endet, die ein Gesprächsteilnehmer aus dem Nachlaß eines Mönches vorliest. Die Gesprächsteilnehmer sind ein General, ein westlich-liberal gesonnener Politiker, ein Herr Z., undoktrinär, wohl dem Autor nahe stehend – er trägt auch die Geschichte vom Antichrist vor – ein Fürst, der die ideologischen Züge von Tolstoi trägt, sowie eine Dame. Man ist intellektuell beweglich, es werden nicht bloß Thesen aufgestellt, was die Gespräche auch literarisch interessant macht. Die dargestellten Aktionen des Antichrists zeichnen sich durch Humanität und Toleranz aus. Der Antichrist tritt als Philanthrop auf, und er will die christlichen Religionen versöhnen und zueinander führen, was letztlich im Widerstand gegen ihn auf andere Weise gelingt. Die Figur des Antichrists ist Wohltäter der Menschheit, sein Wirken trägt die Züge der heute modernen politischen Desiderate. Das Böse wird an der Verdrängung der Heilstat und der Gestalt Jesu erkennbar.

Regulärer Preis: 24,00 € *
Uwe Jochum

Die Geschichte der Zivilisation scheint eine Geschichte der Stadt zu sein. Aber so mobil und neureich man über den Planeten von Stadt zu Stadt auch streift, man wird das Land nicht los, aus dem ein fruchtbarer Garten wachsen soll. Mit jedem in Besitz genommenen Land stellt sich die Frage nach seiner Grenze als Frage nach dem Drinnen und Draußen, dem Mein und Dein, die zuletzt die Frage nach unserer Zugehörigkeit zu einem von anderen Menschen bewohnten Ort ist, an dem unser Sterbliches begraben werden kann.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Constantin Frantz

Constantin Frantz (1817-1891), politischer Soziologe und Publizist, Föderalist, Gegner der Bismarck'schen Einigung und Schöpfer eines föderativen Mitteleuropa-Konzeptes untersucht den Staatsstreich, mit dem der spätere Napoleon III. der 2. Republik ein Ende setzte.Der Herausgeber Günter Maschke (geb. 1943), maßgeblicher Carl Schmitt- und Donoso Cortés-Forscher, gibt der Ausgabe Einleitung und wichtige Materialien bei: u.a. zwei Briefe Frantz' an Otto von Manteuffel, Proklamation und Dekret des Präsidenten Louis Napoléon sowie eine grundlegende Cäsarismus-Bibliographie.

Regulärer Preis: 15,80 € *
Léon Bloy

Die Ritterin des Todes (La chevalière de la mort) ist Léon Bloys erster literarischer Versuch. In der Form eines historischen Essays nähert er sich dem Schicksal Marie Antoinettes an und versucht, die Geheimnisse der Seele der französischen Königin zu ergründen. Spekulative Theologie und christliche Geschichtsschreibung verschmelzen in diesem faszinierenden Text zu einer gewagten Schau, die sich zu einer Apologie der Monarchie hin öffnet. Die beiden Essays Der Misthaufen aus Lilien und Der schwarze Prinz fügte Bloy in der Buchveröffentlichung 1896 dem Marie-Antoinette-Text an. Hier geht er dem Schicksal des Kronprätendenten Naundorff, der behauptete, der Sohn Ludwigs XVI. zu sein, und des Sohnes von Napoleon III. nach. Zusammen bilden diese beiden Skizzen einen Abgesang auf das französische Königtum von Gottesgnaden. Alle Texte liegen hier zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vor.

Regulärer Preis: 18,00 € *
Dora Mezdrea

Nae Ionescu (gest. 1940) war einer der einflußreichsten rumänischen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit des vorigen Jahrhunderts. Nach einem Studium der Mathematik und Philosophie in Bukarest und München war er Professor an der Bukarester Universität und Herausgeber der zeitweilig verbotenen Tageszeitung Cuvantul. Er war Logiker, Philosoph, orthodoxer Theologe und charismatischer Universitätslehrer. Auch durch seine Schüler Eliade, Cioran, Ionesco und Sebastian übte er nicht nur einen dominanten Einfluß auf das gesamte rumänische Geistesleben, sondern auch indirekt auf die westliche Kultur aus. Als Nationalist beeinflußte er auch die Eiserne Garde, der er, wie die Autorin nachweist, aber niemals angehörte. Das Buch ist für das Verständnis der ostmitteleuropäischen Geistesgeschichte und ihrer politischen Implikationen unentbehrlich.

Regulärer Preis: 26,00 € *
E. M. Cioran

Über dreißig Notizhefte fanden sich im Nachlaß von E. M. Cioran (1911–1995), des bedeutenden rumänisch-französischen Aphoristikers, Essayisten und Philosophen, wohlgeordnet, aber mit dem Vermerk „Zu vernichten“ versehen. Simone Boué, die Gefährtin des Autors, gab sie bei Gallimard in Paris heraus, 2001 erschien eine deutsche Auswahl, die allerdings nur ein Fünftel der Textmasse umfaßte. Wir legen hier die seit langem gewünschte vollständige Ausgabe vor.

Regulärer Preis: 49,90 € *
Nicolás Gómez Dávila

Der Band enthält das gesamte Scholien/-Aphorismenwerk des kolumbianischen Denkers (1913–1994) in durchgesehenen Übersetzungen, abgeglichen mit der mehrbändigen spanischen Gesamtausgabe. Die Durchnumerierung der Scholien von 1 bis 10370 wird vielen Lesern willkommen sein.  

Regulärer Preis: 48,00 € *
Nicolás Gómez Dávila

Der Band macht nunmehr ergänzend alle Aphorismen/Scholien Dávilas verfügbar: Er enthält die "verschollenen", d.h. die vor den Buchausgaben in kolumbianischen Zeitschriften veröffentlichten Scholien samt ihre Publikationsgeschichte. Die "Nachgetragenen" komplettieren unsere unten angeführten drei Gesamtausgaben der Scholien: Sätze, die von den jeweiligen Übersetzern aus unterschiedlichen Gründen nicht aufgenommen worden waren. Dazu kommen Gómez Dávilas Prosa-Gedicht "Salomon", ein Aufsatz von Michael Rabier über die Quellen von Dávilas Denken, der einen tiefen Einblick in dessen riesige Bibliothek gibt sowie ein ideengeschichtlich interessantees Personenverzeichnis zu unseren deutschen Scholien-Editionen.

Regulärer Preis: 14,00 € *
Tipp
Caspar Schrenck-Notzing

Die Kriminalnovelle "Schwere Wetter, Schwere Reiter" ist das verschollene Spätwerk Caspar von Schrenck-Notzings. Als konservativer Intellektueller und politischer Schriftsteller war Schrenck der Doyen des deutschen Nachkriegskonservatismus. Mit der Novelle zeigt sich Schrenck von einer bis dato unbekannten Seite. Er verknüpft autobiographische Versatzstücke mit der Kraft seiner Phantasie zu einem Kriminalfall am Ostufer des Starnberger Sees.Schrenck schlüpft dabei in die Rolle des Tryphon Karbunkel, eines altgedienten Geheimdienstagenten im Auslandsdienst. Im Ruhestand kehrt Karbunkel zurück in seine bayerische Heimat und der Zufall sowie seine eigene Vergangenheit, die nicht vergehen will, verwickeln ihn in die Aufklärung eines heiklen Mordkomplottes.

Regulärer Preis: 19,00 € *
Ernst Nolte

 Über den Weltbürgerkrieg des 20. Jahrhunderts ... Wissenschaft entsteht nur aus der Kenntnisnahme der einen so gut wie der anderen Sache(n) und aus dem unvoreingenommenen Abwägen und Erörtern. Wissenschaft kann es nur geben, wenn Tatbestände und Umstände auch dort, wo sie zunächst aus sehr verständlichen, ja edlen Gründen ins Dunkel gerückt wurden, endlich in die Offenheit der wissenschaftlichen Diskussion gestellt werden. Das setzt voraus, daß das "politisch Korrekte" zwar nicht verworfen oder als solches bekämpft, aber durch Bezugnahmen auf das "Unkorrekte" wissenschaftsgerecht gemacht wird. Darin besteht das Ziel dieser "späten Reflexionen", die mein "letztes Wort" sind und nach 80 Jahren an mein "erstes Wort" anzuschließen scheinen ... Die Autorenseite von Ernst Nolte finden Sie hier.

Regulärer Preis: 24,00 € *
Ernst Nolte

Vergriffen!  Über den Weltbürgerkrieg des 20. Jahrhunderts ... Wissenschaft entsteht nur aus der Kenntnisnahme der einen so gut wie der anderen Sache(n) und aus dem unvoreingenommenen Abwägen und Erörtern. Wissenschaft kann es nur geben, wenn Tatbestände und Umstände auch dort, wo sie zunächst aus sehr verständlichen, ja edlen Gründen ins Dunkel gerückt wurden, endlich in die Offenheit der wissenschaftlichen Diskussion gestellt werden. Das setzt voraus, daß das "politisch Korrekte" zwar nicht verworfen oder als solches bekämpft, aber durch Bezugnahmen auf das "Unkorrekte" wissenschaftsgerecht gemacht wird. Darin besteht das Ziel dieser "späten Reflexionen", die mein "letztes Wort" sind und nach 80 Jahren an mein "erstes Wort" anzuschließen scheinen ... Die Autorenseite von Ernst Nolte finden Sie hier.

Regulärer Preis: 24,00 € *
Wolfgang Korfmacher

Max Stirner (1806-1856) gilt mit seinem Hauptwerk "Der Einzige und sein Eigentum", einem der radikalsten Texte der philosophischen Literatur, als Ahne und Großherr des Anarchismus. Dies mag nur zum Teil stimmen, weil es Stirner im Gegensatz zu den Anarchisten nicht darum ging, in einem System der Herrschaftslosigkeit die Solidarität der Einzelnen zu beschwören und damit das Subjekt wieder sozial zu verorten, sondern jenseits aller philosophischen Wahrheitssuche radikal den Einzelnen und nur den Einzelnen und sein Ich zu befreien. Marx nannte ihn in seiner DEUTSCHEN IDEOLOGIE "den hohlsten und dürftigsten Schädel unter den Philosophen"; von Engels über Carl Schmitt bis zu Jürgen Habermas wurde der "rigorose Monomane" abgelehnt.Dabei gilt es als erwiesen, daß der Geschmähte zu Marx' eigener Entwicklung entscheidend beitrug, ebenso wie sein Einfluß auf Turgenjew, Dostojewski, André Gide, André Breton und Herbert Read nachweisbar ist. Wolfgang Korfmacher zeichnet nicht nur Leben und Einfluß Stirners, er gibt auch eine konzentrierte Darstellung des gesamten Werkes Stirners, das aufgrund seiner langen freien Assoziationsketten zwar auch poetische Qualität aufweist, zum Anderen als Gesamtes schwer zu überschauen ist. Dem Autor ist es gelungen, leicht faßlich aber dennoch nicht popularisierend ein wichtiges und weitgehend unbekanntes Kapitel der deutschen und europäischen Geistesgeschichte ans Licht zu heben.

Regulärer Preis: 19,90 € *
Nicolás Gómez Dávila

Die in dieser erweiterten Ausgabe gesammelten Schriften des Früh- und Spätwerks von Nicolás Gómez Dávila (1913–1994) stehen eigenständig neben dem bereits erschienenen Scholienwerk in drei Bänden (»Scholien zu einem inbegriff enen Text«, »Auf verlorenem Posten«, »Aufzeichnungen des Besiegten«). In »Texte« skizziert der Autor in großen Bildern die Lage des Menschen in der Welt, in De Iure untersucht er mit erstaunlichen Ergebnissen Begriffe wie Positives Recht und Naturrecht, Menschenrechte, Gerechtigkeit und Staat. Der Aufsatz Der Authentische Reaktionär beschreibt den Typus, von dem der Rezensent im Philosophischen Jahrbuch schrieb: Mit dem Reaccionario schuf Gómez Dávila nichts Geringeres als eine der großen mythischen Figuren der Weltliteratur …“ Das Prosagedicht Salomon und eine aktualisierte Bibliographie erweitern diese Ausgabe.

Regulärer Preis: 26,00 € *
Lorenz Jäger

Zur politischen Theologie jüdischer Intellektueller Nicht wenige intellektuelle Juden priesen vor 1933, zur Hochzeit der „Assimilation“, die Kraft zur Unterscheidung, den Willen zur Abgrenzung und den Mut zu ethnischer Differenz als die eigentliche „moralische Leistung“ des Judentums. Jude sei man, wie der Religionsphilosoph Franz Rosenzweig dekretierte, als Sohn oder Tochter einer jüdischen Mutter, eben durch „das Blut“. Und einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, Gershom Scholem, weigerte sich, seine Nichte zu adoptieren, weil sie der Verbindung ihres im KZ ermordeten Vaters mit einer Nichtjüdin entstammte. Das sind nur zwei unter vielen wie nebenher eingestreuten Provokationen, die der FAZ-Redakteur Lorenz Jäger in seinem Buch über die „politische Theologie jüdischer Intellektueller“ für den ebenso miefigen wie „hilflosen Philosemitismus“ hierzulande im Köcher hat. Die schmale, ideenreiche Schrift enthält Stoff für Dutzende Forschungsprojekte, für die aber kein deutscher Soziologe oder Historiker je einen Antrag formulieren würde, gleichgültig, ob es sich um die Aufhellung der Rolle von Juden am mittelalterlichen Sklavenhandel oder die Dominanz jüdischer Investoren im US-Porno-Geschäft handelt. In dieser Häufung brisanter Fragen liegt freilich auch die Schwäche des bunten Werkes, das sich aus Jägers FAZ-Artikeln speist, die sich kaum in die Klammer „politische Theologie“ zwingen lassen.

Regulärer Preis: 22,00 € *
Peter F. Drucker

Aus dem Englischen von Konrad und Peter Weiss.1939 veröffentlichte Drucker, knapp 30-jährig, "The End of Economic Man". Das Scheitern des Kapitalismus und des Sozialismus führt die Massen in ihrer Hoffnungslosigkeit zu Faschismus und Nationalsozialismus, nicht mehr von ökonomischen Faktoren wie des "Homo Oeconomicus" eines Adam Smith sind sie geleitet, die scheinbaren Erfolge der "Wehrwirtschaft" überzeugen, das ethische und kulturelle Erbe des Abendlandes wird verleugnet ...

Regulärer Preis: 26,00 € *
Frank Lisson

"Zur Maske und zur Komödie genötigt, kauert der Weltverlorene in den Winkeln des Daseins und gleicht einem Kinde, dem die Freude am Spiel verging, als es mit zunehmender Erkenntnis aus der Fähigkeit zum Spielen herauswuchs, während alle anderen munter weiterspielten. Es verlor und verlernte die spezifisch kindlich-menschlichen Verhaltensweisen zur sozialen Glückserfahrung und fühlte sich von da an nicht mehr wohl unter den anderen Kindern, die noch zu spielen verstehen.Denn wer lebt, muss im Irrtum sein; es genügt nicht, nur mit den Irrtümern Umgang zu pflegen, mit ihnen freundschaftlich zu verkehren; man muss sich auch ganz darin beheimaten, ansonsten wird man zum Fremdling in der Welt und zum Heimatlosen, der an seinem Unwillen zum Irrtum irre wird." - Frank Lisson

Regulärer Preis: 24,00 € *
Roger Scruton

Mit einem Nachwort von Mario Vargas Llosa Sir Roger Vernon Scruton (1944–2020), britischer Philosoph und Publizist, war ein hochkultivierter, streitbarer Radikalkonservativer, der politisch in der Nachfolge von Edmund Burke stand. „Scruton liebte sein eigenes Land und glaubte, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn die Völker anderer Länder die gleichen Gefühle hätten… Er bezieht sich auf die Einlassungen des… Immanuel Kant, der darauf hinwies, daß Gesetze in überdehnten Herrschaftsbereichen an Nachdruck verlieren und diese zu Despotien und endlich zu Anarchien mutieren könnten.“ Robert Rowthorn, King’s College, Cambridge „Er war oft Verfechter des Unhaltbaren, aber nie war auch nur eine Unze Unehrlichkeit oder Pose in seinen Diskursen spürbar, es waren in Stein gemeißelte Sätze, die er mit charmanter Eleganz vorbrachte …“ Mario Vargas Llosa, Nobelpreisträger für Literatur, über Scruton.

Regulärer Preis: 23,00 € *