Alle Bücher von Frank Lisson
ist Jahrgang 1970 und studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er schreibt Sachbücher, Romane, Features und Hörspiele mit dem Schwerpunkt Kulturphilosophie.
Veröffentlicht hat Lisson über Oswald Spengler und Friedrich Nietzsche. Bei Antaios erschien sein kaplaken-Band Widerstand. Lage – Traum – Tat (vergriffen).
Vor allem aber liegen bei Antaios Teile seines philosophischen Werkes vor: Die Verachtung des Eigenen. Ursachen und Verlauf des kulturellen Selbsthassesin Europa (2.Auflage), und Homo Viator. Die Macht der Tendenzen ist erhältlich, Homo Absolutus ist leider vergriffen. 2014 schloß Lisson seine Homines-Trilogie mit dem Homo Creator ab.
Beim Karolinger Verlag erschien 2016 der Band Weltverlorenheit, bei Manuscriptum 2020 Mythos Mensch und 2021 Die Natur der Dinge.
Alle Bücher von Frank Lisson
ist Jahrgang 1970 und studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er schreibt Sachbücher, Romane, Features und Hörspiele mit dem Schwerpunkt Kulturphilosophie.
Veröffentlicht hat Lisson über Oswald Spengler und Friedrich Nietzsche. Bei Antaios erschien sein kaplaken-Band Widerstand. Lage – Traum – Tat (vergriffen).
Vor allem aber liegen bei Antaios Teile seines philosophischen Werkes vor: Die Verachtung des Eigenen. Ursachen und Verlauf des kulturellen Selbsthassesin Europa (2.Auflage), und Homo Viator. Die Macht der Tendenzen ist erhältlich, Homo Absolutus ist leider vergriffen. 2014 schloß Lisson seine Homines-Trilogie mit dem Homo Creator ab.
Beim Karolinger Verlag erschien 2016 der Band Weltverlorenheit, bei Manuscriptum 2020 Mythos Mensch und 2021 Die Natur der Dinge.
Was weiß der Mensch über den Menschen? Was weiß Natur über sich selber? Was wissen die Dinge voneinander? – Wo die Welt für den Menschen bloß die Kulisse seiner Bedürfnisse und Phantasien abbildet, sie für ihn vor allem der Schauplatz seiner eigenen Überlebensstrategien und der Aufenthaltsort zum Ausleben primärer Instinkte ist, erscheint es umso notwendiger, einmal rigoros nach der Natur der Dinge zu fragen. – Die angewandte Vernunft sieht nämlich überall Natur walten, wo der Mensch sich in die Welt einbringt. Denn wie sollte sich der Mensch gegen seine Natur verhalten können? Doch solange er nicht weiß, was Natur ihrer jeweiligen Qualität nach überhaupt ist, bleibt er ein bloßer Repräsentant seiner Art, ein Werkzeug des Lebens in einer Welt, die ihn gar nichts anzugehen scheint, da er sich schicksalhaft als ihr Erzeugnis akzeptieren muss, will er nicht an eben dieser Natur vor der Zeit zugrunde gehen.
Restlos vergriffen, Neuauflage derzeit nicht geplant. Das Abendland war der Weltgestalter schlechthin, strotzend vor Selbstbewußtsein unterwarf es die anderen Kontinente seinen Prinzipien, seiner Wissenschaftlichkeit und seinem Seinsverständnis. Um 1950 jedoch setzte eine Infragestellung des Eigenen ein, die in passive Selbstvergessenheit ebenso mündete wie in aktive Selbstauflösung. Diese Verachtung des Eigenen wird von den Europäern selbst als wünschenswerter "Schritt von sich weg" begrüßt und als Fortschritt begriffen. Kann sich eine Kultur also erschöpfen und das eigene Verschwinden betreiben? Sie kann, sagt Frank Lisson (zur Autorenseite): Die Verachtung des Eigenen ist eine umgekehrte Überhöhung der Eigenart. Der selbstzerstörerische Antrieb ist dort zu suchen, wo jahrhundertelang der Antrieb für den globalen Aus- und Übergriff heißlief. Nach Homo Absolutus legt Lisson nun seinen zweiten großen Entwurf unserer Lebensmöglichkeit "nach den Kulturen" vor.
Worin besteht das Wesen der »Zivilisation« im Unterschied zu dem der »Kultur«, und was verrät dieser Wandel der Weltzeitalter über das Dasein des Menschen? – Mit dem Homo Creator liegt die kulturphilosophische Trilogie Frank Lissons nun vollständig vor. Am Anfang steht der entheimatete Wanderer, Homo Viator, der aufbricht, die Macht der Tendenzen zu ergründen. Ihm folgt als Herzstück des Werkes Homo Creator, der erschaffende Mensch, über den das Wesen der Technik zum Ausdruck kommt. Das Ende dieser Genese bildet der von allen institutionellen Bindungen losgelöste, weil nach den Kulturen lebende Mensch, der Homo Absolutus.
VERGRIFFEN !! Nach der schonungslosen wie einschneidenden Untersuchung über Die Verachtung des Eigenen kehrt der Kulturphilosoph Frank Lisson (zur Autorenseite) zurück zu seinen Reflexionen über ein Leben „nach den Kulturen“. Dem Homo Absolutus folgt die Gestalt des Homo Viator. Dieser knüpft an der antik-abendländischen Tradition des Widerstands „aus Einsicht in die Dinge“an. Als solitärer Wanderer geht er unaufgefordert auf Distanz zu den ihn umgebenden, aufgrund seiner Abseitigkeit ihm mißtrauisch begegnenden „Zivilisationsmenschen“. Deren zwangsläufig folgenden Verdächtigungen des Anderen, des Widerständigen, wird er stoisch begegnen. Der aristokratische Homo Viator geht seinen Weg: still, trotzig, abgeschieden, eigenwillig und allein. Er ist deshalb fortwährend unterwegs, weil er in der Übergangszeit „zwischen den Tendenzen“nur als Heimatloser wirken kann. Sah Ernst Jünger in seiner Zeit die Notwendigkeit zum Waldgang, wagt sich Lisson für die seine Epoche zu neuen Ufern. Die tiefschürfende Inthronisation seines widerspenstigen Typus steht ohne Frage in würdiger Nachfolge der Dekadenzkritik Nietzsches und Spenglers. Reizvoll wird es auch, zu erfahren, in welche Richtung Lissons Homo Viator aufbricht. Kann diese Grundgestalt angesichts des selbstzerstörerischen Zivilisationsverfall eine Heimat finden?
2. Auflage Der Kulturphilosoph Frank Lisson gilt als Denker der Nicht-Beteiligung an jedweder Gesellschaft des Spektakels. Endlich legt er sein zweites Kaplaken-Bändchen vor! Im Tal der scheuen Wölfe ist er zu Hause, dort notiert er seine Tag- und Nachtstücke, dort denkt er weit über das hinaus, was uns politisch Tag und Nacht beschäftigt - und ablenkt. Es gibt sie: die strenge, pessimistische Gelassenheit!
Jeder Mensch ist in sich selber ein einziger geschlossener Mythos. Und folglich ist er es auch allen anderen. Die Welt stellt sich ihm dar als eine große, alles Mögliche umfassende Erzählung, worin seine Individualität gar nicht vorkommt, weshalb er sich in das große Weltgedicht erst selbst hineinerzählen muss - und die Fabeln seiner Schöpfung gleich mit. Durch den Willen zur Mythologie wurde der Mensch zugleich das Produkt seiner Mythen; eine Verbindung, die sich immer fester knüpfte, je mehr der Mensch in seinen Geschichten vom Menschen aufging. Denn das Erzählen der Welt fängt die Welt nicht ein, sondern bildet sie nur ab - und sieht ihr hinterher.
Frank Lisson legt eine lebendig geschriebene, gut lesbare Biographie vor, die Leben und Denken Friedrich Nietzsches verständlich erschließt und auch die neuesten Forschungsergebnisse berücksichtigt.Der Band enthält zahlreiche Abbildungen und ist mit einer Zeittafel, einer Bibliographie und Registern ausgestattet.
"Zur Maske und zur Komödie genötigt, kauert der Weltverlorene in den Winkeln des Daseins und gleicht einem Kinde, dem die Freude am Spiel verging, als es mit zunehmender Erkenntnis aus der Fähigkeit zum Spielen herauswuchs, während alle anderen munter weiterspielten. Es verlor und verlernte die spezifisch kindlich-menschlichen Verhaltensweisen zur sozialen Glückserfahrung und fühlte sich von da an nicht mehr wohl unter den anderen Kindern, die noch zu spielen verstehen.Denn wer lebt, muss im Irrtum sein; es genügt nicht, nur mit den Irrtümern Umgang zu pflegen, mit ihnen freundschaftlich zu verkehren; man muss sich auch ganz darin beheimaten, ansonsten wird man zum Fremdling in der Welt und zum Heimatlosen, der an seinem Unwillen zum Irrtum irre wird." - Frank Lisson
3.Auflage Arnold Gehlen sprach mit Blick auf die Moderne von einer Kristallisation der Entwicklung: Der Mensch habe eine Kulturschwelle überschritten, und neben den Zwängen und Aufgaben, die jede Massengesellschaft mit sich brächte, blieben den Intellektuellen und den politischen Eiferern bloß noch Spielplätze höherer Art . Frank Lisson nimmt im vorliegenden Beitrag zur Reihe Kaplaken dieses Diktum ernst und fragt nach den Möglichkeiten, die dem einzelnen bleiben, wenn er sich den Formierungskräften der Masse nicht unterwerfen und den Überwachungs- und Versorgungsstrukturen des Staates widerstehen will. Was ist Widerstand, woher kommt das Recht zum Widerstehen und wie sieht der Vollzug aus? Es geht also um Freiheit und Persönlichkeit, um die Ver-teidigung des Eigenen und das Recht auf echte Abseitigkeit. Denn die konforme Abseitigkeit wäre nicht viel mehr als eine geschickte Variante des Otto Normalabweichers (Jürgen Kaube), und insofern nichts Widerständiges.