Alle Bücher von Norbert Borrmann
lebte von 1953 bis 2016, studierte Architektur, Kunstgeschichte und Geschichte in Berlin. Promotion 1987. Er arbeitete viele Jahre in der Denkmalpflege und publizierte zu kunsthistorischen und politiktheoretischen Fragen.
Borrmann ist Verfasser des 38. Bandes der reihe kaplaken, Die große Gleichschaltung. Vom Verschwinden der Vielfalt. Darin nennt er auch Wege, sich den Entwicklungstendenzen zu verweigern.
Grundlegende Studien stellen seine Werke Kulturbolschewismus oder "Ewige Ordnung". Architektur und Ideologie im 20. Jahrhundert (Ares-Verlag) und der Band Identität und Gedächtnis. Denkmäler und politische Architektur von 1800 bis heute, dar, ebenfalls aus dem Ares Verlag.
Alle Bücher von Norbert Borrmann
lebte von 1953 bis 2016, studierte Architektur, Kunstgeschichte und Geschichte in Berlin. Promotion 1987. Er arbeitete viele Jahre in der Denkmalpflege und publizierte zu kunsthistorischen und politiktheoretischen Fragen.
Borrmann ist Verfasser des 38. Bandes der reihe kaplaken, Die große Gleichschaltung. Vom Verschwinden der Vielfalt. Darin nennt er auch Wege, sich den Entwicklungstendenzen zu verweigern.
Grundlegende Studien stellen seine Werke Kulturbolschewismus oder "Ewige Ordnung". Architektur und Ideologie im 20. Jahrhundert (Ares-Verlag) und der Band Identität und Gedächtnis. Denkmäler und politische Architektur von 1800 bis heute, dar, ebenfalls aus dem Ares Verlag.
5. Auflage Der Architekturkenner Norbert Borrmann weiß um die Gefahr fortschreitender Monotonie und fehlender Originalität in Städteplanung und -bau. Doch die Sphäre der Baukunst steht dieser Tage nur sinnbildlich für größere, weltumfassende Prozesse der Vereinheitlichung. Borrmann stellt klar, was mit deren wichtigsten Pfeilern Globalisierung und „One World“ im Äußeren sowie „Multikultur“ im Inneren tatsächlich gemeint ist: 1. Globalisierung bedeutet Amerikanisierung. Die angebliche wechselseitige Bereicherung durch fremde und ferne Kulturen entpuppt sich als Farce zugunsten einer Standardisierung von Kunst, Musik, Kultur und Sprache. 2. Der Traum vom Weltstaat wird zum Alptraum, weil die Einebnung der Unterschiede ganzer Völker und Kulturen im Zuge der Globalisierung damit unwiderruflich verknüpft ist. 3. Dasselbe gilt für das Konzept „Multikulturelle Gesellschaft“. „Bunt“ führt zu „grau“, was die Befürworter dieser Ideologie freilich ebensowenig stört wie die Tatsache, daß die vorgeblichen Antikapitalisten mit der Schaffung einer „industriellen Reservearmee“ (Karl Marx) zuvorderst den Kapitalismus bedienen. Was heute als Vielfalt angepriesen wird, hat Borrmann zufolge im eigentlichen Sinne nichts damit zu tun. Statt tatsächlicher Pluralität verberge sich hinter diesen Floskeln das „Verschwinden der Vielgestaltigkeit der Welt“ (Alain de Benoist) im Zeichen universalistischer Ideologie. Borrmann zeigt die Macht dieser dominierenden Tendenz auf, ohne Resignation zu auszustrahlen. Noch bleiben Möglichkeiten und Wege, sich der großen Gleichschaltung zu verweigern. Der Autor nennt sie. Die Autorenseite von Norbert Borrmann finden Sie hier.
Brandenburger Tor, Reichstag, Wiener Ringstraße und Walhalla sind ebenso politische Architektur wie die Kelheimer Befreiungshalle und das Leipziger Völkerschlachtdenkmal, das 1945 gesprengte Tannenbergdenkmal, das Marine-Ehrenmal in Laboe und all die zahlreichen Gedenkstätten für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges bis hin zu den sowjetischen Ehrenmalen, die nach 1945 in Deutschland errichtet wurden, und den Gedenkstätten für die NS-Opfer.Auch Nutzbauten wie jene der Bauhaus-Bewegung und die Arbeiterburgen des „Roten Wien“ folgten ideologischen Vorgaben. Der Nationalsozialismus verstand Architektur überhaupt als „gebaute Weltanschauung“, wofür zahlreiche Beispiele in Wort und Bild gebracht werden.Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet die seit 1800 errichteten Bedeutungsarchitektur zunehmend in Verruf –und davon war nicht nur jene des Dritten Reiches betroffen. Gleichzeitig wird der politischen Architektur von heute gehuldigt, deren politische Aussage eine komplett andere geworden ist, wie sich etwa anhand des Bonner „Langen Eugen“ und dem Kanzlerbungalow zeigen lässt.Es gibt zu aber auch eine Gegenbewegung – die Rekonstruktionsbewegung –, der der Autor ein eigenes Kapitel widmet. Dresdner Frauenkirche oder Berliner Stadtschloss sind dafür nur die prominentesten Beispiele.
Die Architektur ist seit der Jahrhundertwende um 1900 zum Schauplatz erbittert ausgetragener ideologischer Kämpfe geworden: Klassizismus gegen Gründerzeit, Bauhaus versus Heimatstil, Moderne gegen Postmoderne, Flachdach gegen Steildach usw. Der Streit um die architektonischen Formen wurde seit der Russischen Revolution 1917 auch ein eminent politischer. Die Erbitterung, mit der bis zum heutigen Tag um Aussagen und Begriffe „Diktatoren-Klassizismus“, „Ornament ist ein Verbrechen“ oder „Verlust der Mitte“, diskutiert wird, belegen dies. So unterschiedliche Exponenten wie Peter Behrens, Adolf Loos, Le Corbusier, Frank Lloyd Wright, Heinrich Tessenow, Albert Speer oder Paul Schulze-Naumburg stehen für verschiedene Lebensgefühle, aber auch für verschiedene politische Weltentwürfe des 20. Jahrhunderts. Ihre Auseinandersetzungen sind für die Architektur und damit für das Aussehen der uns umgebenden Landschaft bis heute von großer Bedeutung.